Meine Top 15-Neuerscheinungen auf dem Alpinliteratur-Markt:

Natürlich ist die Liste der im Handel erhältlichen Bücher zu alpiner Literatur fast endlos. Und selbstverständlich ist die Fülle der neu veröffentlichten oder aufgelegten Bücher ebenfalls riesig. Daher gibt es hier stets nur eine kleine Auswahl an neuen Büchern, die sich dafür aber auch sicher lohnen dürften. Natürlich liegt auch hier der Schwerpunkt gemäß meinem eigenen Interesse auf den großen Bergen der Welt. (Sortierung: innerhalb des Erscheinungsjahres in der Reihenfolge der Rezension.)
Übrigens: weitere Besprechungen kann man - nach Jahren sortiert - hier suchen.

Links zu den letzten 15 Buchbesprechungen:

Sachweh, Michael: "Wetterphänomene 2024" nach oben!

Spiralbindung, 13 Blatt, ISBN 978-3-667-12637-5
Preis: 49,90 €, Delius Klasing-Verlag 2023. Eine Motiv-Vorschau ist auf https://shop.delius-klasing.de/wetterphaenomene-2024-p-2002012/ zu sehen.

Jaja, ich weiß, keine alpine Neuerscheinung, aber es wäre zu schade, wenn man auf diesen Kalender nicht aufmerksam würde:

Michael Sachweh ist Meteorologe, den man auch aus dem Fernsehen kennt. "Dieser Kalender gewährt uns einen exklusiven Einblick in die Welt des Wetters." - so heißt es auf der Webpräsenz des Delius Klasing-Verlages: tief gestapelt wie ich finde, denn dieser Kalender, der sich mit 72 cm Breite und knapp 52 cm Höhe großformatig präsentiert, zeigt Momentaufnahmen unserer Atmosphäre, wie man sie selten in dieser Großartigkeit und Dramatik sieht. Dabei steht stets das Bild im Vordergrund: die Kalenderleiste ziert den unteren Bildrand, darüber interessante Bemerkungen zum gezeigten Wetterphänomen; den eigentlichen Blickfang bilden aber die atemberaubenden Bilder: gewaltige Superzellen und Gewitterwolken, Wolken-Erde-Blitze vor düsterem Hintergrund, ein riesiger 180°-Regenbogen oder seltene Phänomene wie Mammatuswolken oder eine Halo: überall hat der Fotograf zur rechten Zeit den Finger am Auslöser. Hier ist die Leidenschaft von Dr. Michael Sachweh für das Wettergeschehen spürbar!

Viele Fotos werden jedoch erst in Kombination mit dem passenden Vordergrund zu dem was sie sind: echte Kunstwerke, die aus der Menge der Bilder stechen, die man im Internet zuhauf zum Thema "Wetter" findet. Natürlich wirken diese Bilder nochmals mehr im gebotenen Großformat als auch durch die Tatsache, dass hochwertiges Papier für den Druck verwendet wurde, weswegen auch zwei Haken für eine ordentliche Anbringung nötig sind. Ja, der Kalender darf jedem Wetterliebhaber, nein, jedem Naturliebhaber mit Fug und Recht vollends empfohlen werden und wird jedes Zimmer für zwölf Monate schmücken.

Zuletzt sei erwähnt, dass der Kalender, zumindest bei direkter Bestellung beim Verlag, verschweißt und sehr gut verpackt ankam.

   

Stücken, Oliver: "Allgäuer Alpen 2024" nach oben!

Spiralbindung, 13 Blatt
Preis: 27,90 €, Eigenverlag 2023.
SHOP des Autors: https://www.oliverstuecken.de/shop

Oliver Stücken, wohnhaft in Waltenhofen im Allgäu, hat sich mit seiner großen Leidenschaft, der Fotografie, eben jener idyllischen Landschaft im Süden Deutschlands und im angrenzenden Österreich, verschrieben. Auf seiner Website (s.o.) kann man sich anhand einer Vielzahl von Bildern davon überzeugen, dass Oliver Stücken diesen besonderen Blick auf Natur & Berge hat, den es braucht, um einmalig schöne Bilder zu machen. Doch auch Florea & Fauna setzt er gekonnt ins Bild. Das Allgäu von seinen schönsten Seiten, zu jeder Jahreszeit ganz augenscheinlich unbeschreiblich schön und eine Reise wert.

Im aktuellen Kalender "Allgäuer Alpen 2024", im Format 48 x 42 cm, finden sich inklusive Deckblatt 13 Motive, die die Vielfältigkeit des Allgäus zeigen: Vorschaubilder sind auf www.oliverstuecken.de/shop/kalender/allgaeuer-alpen-2024 zu sehen: ein verschneiter und windzerzauster Widderstein, die warme Abendsonne am Hintersteiner Geishorn, Nebelschwaden zwischen Rauheck und Höfats, Krokusblüte an der Willersalpe (richtig, die berühmte Krokusblüte gibt es nicht nur am Hündle-Kopf) oder, dolomitengleich, die Rote Flüh im österreichischen Tannheimer Tal. Viele Kalender haben dann doch meist ein, zwei Schwachstellen unter den Motiven: dieser Kalender zeigt sich Monat für Monat mit einem herrlichen Motiv, so dass der Kalender sicher das gesamte Jahr einen sehr schönen Wandschmuck abgibt! Großartig für alle Allgäu-, Landschafts- oder einfach Naturliebhaber!

Persönlicher Wermutstropfen: als ich hier die Kalendermotive von 2022 sah, wusste ich, dass ich in den vergangenen Jahren in Sachen Allgäu-Kalender etwas verpasst habe ;-)

   

Messner, Reinhold: "Pickel, Seil & Mauerhaken" nach oben!

gebunden, 184 Seiten, ISBN 978-3-7112-0040-2
Preis: 22,00 €, bergwelten-Verlag 2023. Website des Autors: https://reinhold-messner.de

Reinhold Messner hat in seinem alpinen Leben über Jahrzehnte hinweg alle Kontinente besucht, viele Kulturen kennengelernt, viele Bergsteiger getroffen, sich mit ungezählten alpinen Anekdoten & Geschichten befasst. Alpine Geschichte interessiert ihn nach wie vor so sehr, dass er auch dieser alpinen Geschichte Museen widmete. Und im Laufe der Zeit hat er freilich viele Kuriosa zusammengetragen, bei denen es sich lohnt, ausgestellt zu werden. 33 besondere Objekte und die jeweils spannende Geschichte hinter den Exponaten werden in diesem Band vorgestellt:
Der Eispickel von Cerro Torre-Opfer und Klettergenie Toni Egger, der Kletterhammer von Freikletterpapst Paul Preuss, Sigi Hupfauers Steigeisen, Walter Bonattis Sonnenhut vom K2, das Portaledge von Alex Lowe oder das Seil, durch dessen Riss der begnadete Lionel Terray in den Tod stürzte. Und auch andere Alpingrößen wie Hermann Buhl, Heini Holzer oder Anderl Heckmair lassen grüßen und hinterlassen ihre Spuren. Doch auch Gegenstände, die nicht direkt "vom Berg" stammen sind darunter, wie z.B. die antike Tirolkarte "Atlas Tyrolensis" von 1774, das Schwert des sagenumwobenen Gesar Ling oder eine indische Tantra-Maske.
Messner versteht, Interesse zu wecken und auch dem breiten Publikum vermeindlich unbekannte Stücke nahe zu bringen. Ein buntes, abwechslungsreiches Potpourri an Objekten, durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg be- und genutzt, von Bergsteigern an den Weltbergen selbst oder von jenen Kulturen, die an den großen Bergen dieser Welt daheim sind bzw. waren. Alpin- und Kulturgeschichte in kleinen Häppchen sozusagen. Als Freund solcher kurzen, voneinander gelösten Geschichten gefällt mir das Buch sehr gut: es liefert einen kleinen Ausschnitt aus dem viel größeren Fundus der Stücke, die man in den Messner Mountain Museen betrachten kann. Insofern macht das Buch Lust auf mehr aus diesem Bereich, vielleicht auf eben einen Museumsbesuch in Südtirol. Und mit dem praktischen Kleinformat hat man es auch unterwegs rasch parat.

   

DAV, OeAv & AVS: "Berg 2024" nach oben!

Hardcover, 256 Seiten, ISBN 978-3-7022-4138-4
Preis: 25,00 €, DAV 2023, Vertrieb über den Tyrolia-Verlag. Leseproben hier.

Mit Berg 2024 ist der inzwischen 148. Band des "Alpenvereinsjahrbuches" erschienen. Wie gewohnt publizieren der ÖAV, DAV und AVS neue Trends im Bergsport, aktuelle Entwicklungen, "hard facts" aus der Szene und vieles mehr. Natürlich bildet traditionell ein Gebietsschwerpunkt den Opener des Buches:
BergWelten entführt den Leser in die Berchtesgadener Alpen, den reizvollen und bekannten Grenzbereich zwischen Deutschland und Österreich, wo der Watzmann mit seiner Familie über dem Königssee thront. Wir erfahren viel über die berühmte Ostwand und ihre Akteure, Kultur & Tourismus im Berchtesgadener Land, ökologische Forschung und wilde Klettereien abseits des Watzmanns. BergFokus widmet sich der Urbanisierung in den Alpen, aber eben auch gegensätzlichen Entwicklungen, die Hoffnung machen, wie Erfahrungen aus dem Piemont, aber auch aus anderen Regionen zeigen. Lisa Maria Gassers Artikel "Der Flügelschlag des Schmetterlings" zeigt hier eindrucksvoll auf, dass letztlich alles mit allem verknüpft ist, wenn es um das Nebeneinander von Mensch und Ökosystem geht. BergMenschen stellt Menschen vor, die sich voll und ganz dem Bergsteigen, auch beruflich, verschrieben haben. Barbara Vigl, Zoltán Demján und Cenzi von Ficker sind einige Namen, die hier vorgestellt werden. In BergSteigen geht es um die Probleme, die die globale Erdwärmung für die Alpen bedeutet; die damit verbundene "Reisescham", aber natürlich auch um die herausragenden Neurouten an den großen und harten Bergen der Welt. Achja, auch Ortler-Erstbesteiger Josef Pichler hat es ins "Berg 2024" geschafft - lassen Sie sich überraschen. BergWissen nimmt sich dem sensiblen Thema der posttraumatischen Belastungsstörung (kurz PTBS) an: Erfolge am Berg werden gefeiert, Niederlagen gehören auch dazu. Doch wie geht es den Akteuren am Berg, wenn man Liebgewonnene am Berg verliert und vielleicht selbst nur knapp dem Tod entronnen ist? Auch mit dem Artikel über die Rückkehr des Wolfs ist man mit einem aktuellen Thema zur Stelle, während die Aufsätze über die Alpen-Außenlager des KZ Dachau und über das Autofahrverbot in Graubünden zurückliegende Epochen beleuchten. Den Abschluss bildet die BergKultur, die sich unter anderem der geschichtsträchtigen Sektion Krain, Liedern, Comics und der Band "Von Seiten der Gemeinde" annimmt.
Fazit: auch Berg 2024 bietet wieder einmal 256 Seiten voller Information, Geschichten, Menschen und natürlich: BERG! Genau die rechte Lektüre in der nun wieder dunkleren Jahreszeit.

   

Eiselin, Max: "Erfolg am Dhaulagiri" nach oben!

gebunden, 282 Seiten, ISBN 978-3-7965-4791-1
Preis: 35,00 €, Schwabe-Verlag 2023. Nähere Infos sowie Leseprobe auf der Verlagsseite.

1950 wird mit der Annapurna der erste Gipfel über 8000 m bestiegen. In der Folge gelingt in den 50er Jahren eine 8000er-Erstersteigung nach der anderen. 1960 fehlen nur noch die Shisha Pangma, die die Chninesen für sich reklamieren (ihnen gelingt 1964 die erste Besteigung), und der 8167 m hohe Dhaulagiri im Westen Nepals, unweit der Annapurna. Nach der gelungenen Lhotse-Erstbesteigung 1956 wollen die Schweizer eine zweite Erstbesteigung für sich und Max Eiselin gelingt es, eine Expedition auf die Beine zu stellen. Eiselin wagt mit seiner internationalen Gruppe ein Novum: er setzt eine Pilatus Porter für den Transport von Material und Mannschaft ins vorgeschobene Basislager auf gut 5000 m ein. Anfang Mai 1960 stürzt die auf den Namen "Yeti" getaufte Maschine ab, niemand kommt zu ernsthaftem Schaden. Trotz dieses Rückschlags gelingt, auch dank der Erfahrungen der vorangegangenen Expedition von 1959, die erste Besteigung des Berges!

Das Buch ist die Neuauflage des seinerzeit unter gleichem Titel im Orell Füssli-Verlag erschienenen Buches, welches heute nur noch in Antiquariaten zu bekommen ist. Einiges Bildmaterial des Originalbuches von einst wurde weggelassen, dafür ein 2010 von Alfred Waldis geführtes Interview mit Leiter Max Eiselin in Auszügen ergänzt. Das Buch ist eine Zeitreise in die spannende Zeit der Erstbesteigungen der höchsten Berge der Welt, als noch Pioniere an den Bergen tätig waren. Keine Kunden wie heute so oft, die sich in eine Expedition einkaufen, sondern selbstständige Alpinisten, die die beste Route suchen, Lagerplätze auswählen und Fixseile verlegen müssen. Neues, unerforschtes Terrain wird betreten, Lager werden in immer größeren Höhen aufgeschlagen und schließlich gelingt es erstmals, den siebthöchsten Berg der Welt zu besteigen: am 13. Mai 1960 stehen Peter Diener, Ernst Forrer, Albin Schelbert, Kurt Diemberger sowie zwei Sherpas ganz oben. Zehn Tage später folgen Michel Vaucher und Hugo Weber. Was für ein Erfolg am Dhaulagiri!

   

Mariacher, Thomas: "3000er in Osttirol" nach oben!

Taschenbuch, 232 Seiten, ISBN 978-3-7022-4108-7
Preis: 25,00 €, Tyrolia-Verlag 2023. Nähere Infos sowie Leseprobe auf der Verlagsseite. Hier ist auch eine Liste aller Gipfel verfügbar!

Die Mariachers sind eine Familie, in der das "Bergsteiger-Gen" fest verwurzelt ist. Der Vater des Autors gehörte zum Quartett der Heeresbergführer, die 1971 die Alpen der Länge nach, von Wien bis nach Nizza, auf Ski überschritten: 2000 km Strecke, rund 85.000 Höhenmeter und "nebenbei" viele Gipfel wie z.B. der Mont Blanc. Kein Wunder, dass Sohn Thomas ebenfalls in die Berge geht und staatl. geprüfter Berg- und Skiführer ist. Nun liegt sein neues Buch vor, in welchem er dem Leser 66 Gipfelziele Osttirols jenseits der magischen 3000 m-Grenze offeriert.
Damit der Überblick nicht verloren geht, sind die Gipfel nach geographischer Lage den Gebirgsgruppen der Riesenfernergruppe, Venedigergruppe, Granatspitzgruppe, Glocknergruppe, Schobergruppe und der Lasörlinggruppe mit Panargenkamm zugeordnet. Im vorderen Buchteil findet man auch gleich Angaben über zu steigende Höhenmeter, Gehzeiten und klettertechnische Schwierigkeiten. Damit kann die Tourenwahl im Hinblick auf die eigenen Fähigkeiten eingegrenzt werden! Hat man sich einmal für einen Gipfel entschieden, so wird man mit Hinweisen zur Anreise (auch, wenn möglich, mit "Öffis"), mit Routenbeschreibungen zu den jeweiligen Hütten- und Gipfelanstiegen und kurzen Steckbriefen versorgt, die abermals alle wichtigen "hard facts" listen.
Toll sind die farbigen, oft vollseitigen und recht detaillierten Karten (die dennoch nicht die Mitnahme einer Wanderkarte ersetzen sollten) und die in Echtfotos eingetragenen Routenverläufe, die in Ergänzung zur Karte einen guten ersten Eindruck vermitteln, aber nicht davon entbinden, sich mit den aktuellen Verhältnissen am Berg vertraut zu machen. In Kombination mit weiterem, tollen Bildmaterial hat man damit eine sehr reizvolle und große Auswahl an 3000ern in Osttirol zur Hand. Darunter weniger bekannten Gipfel, aber auch die crème de la crème Osttirols wie Großglockner, Großvenediger, Rötspitze, Hochgall, Dreiherrnspitze, Hochschober und andere Ziele.
Ich wünsche viel Spaß auf den 3000ern Osttirols und stets gesunde Heimkehr ins Tal!

   

Bechtold, Heike: "Vorarlbergs schönste Wasserplätze" nach oben!

Taschenbuch, 232 Seiten, ISBN 978-3-7022-4106-3
Preis: 28,00 €, Tyrolia-Verlag 2023. Nähere Infos sowie Leseprobe auf der Verlagsseite. Hier ist auch eine Liste aller Wasserplätze verfügbar!
Auf Instagram ist die Autorin unter
bechtold_heike erreichbar

Vorarlberg - das ist der grüne und reizvolle äußerste Westen Österreichs, mit Landeskontakten zur Schweiz, nach Deutschland und Liechtenstein. Eine Menge Seen und Gewässer durchziehen die liebliche Region, umso schöner, dass Autorin Heike Bechtold zunächst Ordnung in die große Auswahl bringt und die 101 Vorschläge regionsweise in einer schönen Übersicht in Bodensee, Rheintal, Bregenzerwald, Großes Walsertal, Arlberg & Klostertal, Montafon sowie Walgau & Brandner Tal gliedert. Hier findet man auch Angaben zu Gehzeiten, zu bewältigenden Höhenmetern und Schwierigkeit. Doch keine Angst, für viele Ziele müssen nur wenig Höhenmeter gestiegen werden. Der Tilisunasee im Montafon ist diesbezüglich mit gut 1000 Höhenmetern das anspruchsvollste Ziel. Viele Ziele liegen zum Ausgangspunkt flach und sind rasch erreichbar und damit ein Eldorado für Familien mit Kindern.

Mit viel Liebe versorgt die Autorin die Leserschaft mit allen notwendigen Informationen zur Tourenplanung wie Anreisehinweise, Einkehrmöglichkeiten und Wegebeschreibung. Die kleinen Farbkarten mit bereits eingetragenem Routenverlauf verfügen daneben über QR-Codes, über die GPS-Daten zum Ausgangspunkt verlinkt sind. Einziger "Nachteil": die vielen, vielen Farbfotos machen es einem bei der Auswahl nun wirklich nicht einfach ;-) Dafür hat Vorarlberg viel zu viel zu bieten. So gilt es mit Hilfe des Buches die zahlreichen Flüsse, Seen, kleinen Fließgewässer, Schluchten und Klammen zu erkunden und sich begeistern zu lassen für die wunderschöne Natur, die sich inmitten der Berge darbietet. Egal, ob nun der See oder dergleichen eine Wegepunkt oder das Tourziel schlechthin ist. Viel Spaß dabei!

   

Egger, Hans: "Ostalpen-Saga" nach oben!

gebunden, 285 Seiten, ISBN 978-3-7025-1084-8
Preis: 32,00 €, pustet-Verlag 2023.

Eins vorneweg: das Buch macht schon Spaß, wenn man es in der Hand hält: ein stabiles Cover und dickes Papier, welches hochwertige Abbildungen möglich macht. Der Autor Hans Egger dürfte dem einen oder anderen Leser von geologischer Literatur auch in guter Erinnerung sein: seine Titel "Bunte Steine" und "Lebensräume" erschienen ebenfalls im pustet-Verlag. Im neuen Werk "Ostalpen-Saga" widmet sich Geologe Hans Egger gleich dem gesamten Ostalpenraum, geographisch konzentriert sich das Buch also auf Österreich, kratzt im Norden an Deutschland und im Westen an der Schweiz.
Eine geologische Übersichtskarte ganz vorne wie hinten im Buch gibt einen ersten Überblick über die geologischen Baueinheiten der Ostalpen, doch bevor es ins Detail geht, investiert der Autor gut zwanzig Seiten in eine Einleitung, in der kurz und knapp auf die Arbeitsmethoden und wichtige Grundlagen der Geologie geblickt wird. Laien und Themenneulinge sollten diese Seiten unbedingt lesen.

Die weiteren Kapitel, die sich der Ostalpengeologie widmen, sind chronologisch sortiert: der Leser lernt die Genese des Gebirges, und diese Gliederung ist, wenn man sich mit der Erdgeschichte eines Gebirges beschäftigt, sicher sinnvoller als eine räumliche Gliederung, ab dem Präkambrium (= älter als etwa 540 Mio. Jahre) bis zum Holozän, also unserer Gegenwart kennen. Aus naheliegenden Gründen nimmt hier das Kapitel 3 - Jura bis mittleres Eozän - den meisten Platz ein: in dieser langen Epoche kommt es zu ganz entscheidenen Weichenstellungen und tiefgreifenden Veränderungen im Alpenraum: alte Kontinente zerfallen in kleinere Einheiten, der Atlantik öffnet sich, andere Ozeane durchleben eine wechselhafte Geschichte und sind heute gar nicht mehr vorhanden und doch für die Gesteinswelt der Alpen mitverantwortlich.

Egger verliert nicht den Überblick, erläutert die großräumige, plattentektonische Situation und kann dadurch auch geologische Entwicklungen in kleineren Räumen aufzeigen. Um die Veränderungen schlüssig zu machen muss Egger, und das gelingt sehr schön, regelmäßig Ausflüge in die Paläontologie, die Petrologie und Tektonik unternehmen. Und dies in einer Fachsprache, die nur soviel didaktische Reduktion wie nötig macht, so dass das Buch dem Anfänger wie auch dem schon geologisch erfahreneren Leser große Freude bereitet. Eine Unmenge an tollem Bildmaterial hilft hier freilich: Gesteinsdetails, Fossilien, beeindruckende Aufschlussbilder (Aufschlüsse sind Stellen, an denen sich anstehendes Gestein dem Geologen im Gelände zeigt) und auch freilich schöne Bergbilder, die wieder den großen Betrachtungsrahmen zeigen, liefern die optische Untermalung von Eggers Text. Letztere machen nochmals und oft klar: jeder Bergwanderer wandert auf facettenreicher und im wahrsten Sinne vielschichtiger Erdgeschichte.

Zuletzt trägt Hans Egger auch der Tatsache, dass die Geologie eine historische, sich weiter entwickelnde Wissenschaft ist, Rechnung. Im hinteren Buchteil gibt es neben einem ausführlichen Literaturverzeichnis ein Fachbegriffsglossar und eine stratigraphische Zeittafel: niemand möchte auf über 500 Millionen Jahren den Überblick verlieren ;-)

Fazit: Herr Egger hat sich erfolgreich der großen Herausforderung angenommen, die Entwicklung der Ostalpen, letztlich eines hochkomplexen Gebirges, verständlich und Interesse-weckend darzustellen. Der Leser wird sicher künftig mit offeneren Augen durch die Alpenwelt schreiten und viele Leser wird das Buch hinsichtlich einer noch tiefergehenderen Lektüre bestärken.

   

Hrovat, Thomas: "Die Eroberung des Unsichtbaren" nach oben!

Hardcover, 210 Seiten, ISBN 979-8385770823
Bezug über amazon bzw. den Autor selbst über thomas.hrovat(@)gmail.com

Der Grazer Thomas Hrovat, 1960 geboren, gehörte in den 80er Jahren zu den führenden Sportkletterern Österreichs und über die Grenzen seines Heimatlandes hinweg. Gelang ihm doch 1984 die Erstbegehung von "Zeitgeist", einer 20 m langen Route im zehnten Schwierigkeitsgrad - damals die schwerste Route in Österreich und heute ein beliebter Klassiker der oberen Schwierigkeitsgrade.
Thomas Hrovat nimmt in seiner überarbeiteten Auflage seines Buches, welches 2001 bei Ueberreuter erstmals erschien, natürlich auch diese und andere sportliche Highlights auf und skizziert seinen disziplinierten Alltag als Alpinist & Spitzenklletterer. Muss er auch, möchte man die kommenden Kapitel im Buch verstehen: "Getriebene Bergsteiger stürzen irgendwann" hat einmal Reinhold Messner gesagt und seinerzeit Hermann Buhl gemeint. Doch im übertragenen Sinne trifft dies auch auf Hrovat zu, dem im "normalen" Leben das passiert, was ihm als Kletterer nie Ängste bereitet hat: er verliert den Boden unter den Füßen, als Körper & Geist nicht mehr "können". Depressionen und Ängste übernehmen in Thomas Hrovats Leben das Ruder und es wird für ihn zur neuen, ungeahnt großen Herausforderung, sich aus diesem Tief, sich aus einer Serie von psychischen Tiefs und Blockaden zu arbeiten. Nur mit großer Willensanstrengung und auch mit Hilfe von außen gelingt dies letztlich.
Insofern ist das Buch längst nicht nur eine Autobiographie eines Kletterers, sondern vielmehr bzw. gerade ein Wegweiser, wie der Weg aus einer derartigen Lebenskrise heraus zu meistern ist. In einer Zeit, in der psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angsterkrankungen immer häufiger werden und sich niemand davon frei machen kann, kann das Buch viel sein: wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe, Ermutigung, Hoffnung, Trost oder Bestärkung, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Thomas Hrovat hat es jedenfalls geschafft, seine ganz persönlichen Dämonen zu besiegen, wenn es ihn auch die Abkehr vom Profisport kostete. Den Aufenthalt in den Bergen indes liebt er immer noch.

So ist das Buch eine ganz besondere Biographie eines großen Kletterers, der bildgewaltig und kurzweilig schreibt und dadurch völlig ohne Bilder auskommt.

   

Pluchet, Blandine: "Die Vermessung der Berge" nach oben!

Hardcover, 216 Seiten, ISBN 978-3-7112-0044-0
Preis: 28,00 €, bergwelten-Verlag 2023.
Website der Autorin: http://www.blandinepluchet.com

Blandine Pluchet ist Physikern und liebt die Berge. Ein durchaus sehr ähnlicher Zugang zur Materie wie ich als bergbegeisteter studierter Geologe, der schon lange als Physik- und Chemielehrer arbeitet. Insofern braucht es für mich nicht viel Emphatie, um Pluchets lesbare Begeisterung nachzuvollziehen. Diese Begeisterung für die Berge, die endogenen und exogenen Naturkräfte, das Wechselspiel von Gebirge und Klima, der Berg als Beobachtungsposten für Klimaprozesse und Klimawandel ect.

Nun liegt mit "Die Vermessung der Berge" die deutsche Übersetzung ihres Buches "Le grand recit des montagnes" vor, in welchem Blandine Pluchet oben genannten Fragen auf den Grund geht. Gebirge sind gelebte Geologie: in ihnen offenbaren sich Jahrmillionen Erdgeschichte, die eine Rekonstruktion der Naturkräfte erlauben, die letztlich zur Gebirgsbildung geführt haben. Heute sind Gebirge nicht nur trivialerweise "da", sondern eignen sich aufgrund ihrer Exponiertheit hervorragend auch für den Blick ins All. Und so wechselt Pluchet in den drei Buchkapiteln "Höhenforschung", "Die unsichtbaren Berge" und "An den Toren zum Kosmos" zwischen der Tiefe der mittelozeanischen Rücken und den Black Smokern der Tiefsee zu den Gesteinen & Mineralen und deren Stoffkreislauf an der Erdoberfläche hin zum Blick nach oben: welchen Einfluss hat ein Gebirge wie die Alpen auf Wettergeschehen oder gar Klima? Welche Vorteile bieten die Berge bei der Beobachtung des Alls, seiner Sterne und der kosmischen Strahlung, der auch wir Menschen ausgesetzt sind?

Man sieht: ein breites Fragenspektrum, dem sich Blandine Pluchet mit viel Begeisterung hingibt und auch dem Laien einen Zugang zu dieser vielschichtigen Materie bietet. "Die Vermessung der Berge", für mich bezüglich der Frage, was uns Berge aus wissenschaftlicher Sicht zu bieten haben. Ein tolles Buch für Freunde der Berge und der Naturwissenschaften!

Ach ja: das Buchrückencover einmal wegzulassen und den Blick auf die Fadenheftung freizugeben fand ich originell.

   

Bierling, Billi & Steinbach, Karin: "Ich hab ein Rad in Kathmandu" nach oben!

Hardcover, 240 Seiten, ISBN 978-3-7022-4103-2
Preis: 28,00 Euro, Tyrolia-Verlag 2023. Leseprobe hier. Website der Autorin: https://billibierling.com/de

Billi Bierling wurde 1967 in Garmisch-Partenkirchen geboren, kam dennoch erst spät zum Bergsport. 1998 kam die erste Reise nach Nepal, es folgten die ersten Sechstausender. Die Liebe zu Nepal wuchs und 2004 baute sich Billi in Nepal ihre neue Existenz auf. Hier wurde sie die rechte Hand von Liz Hawley, die über Jahrzehnte hinweg die Institution schlechthin war, wenn es um das Wissen zu Nepal-Expeditionen ging. Jeder große Alpinist machte Liz Hawley seine Aufwartung, doch 2016 übernahm Billi Bierling die Arbeiten an der "Himalayan Database", bevor Liz Hawley 2018 94jährig verstarb. "Für mich war die Arbeit mit ihr mehr wert als jedes Geld dieser Welt." (Zitat Billi Bierling)
Nun ist Billi Bierling nicht nur die heutige Leiterin der Database, sondern bestieg in den vergangenen Jahrzehnten selbst viele namhafte Gipfel Nepals, darunter auch sechs Achttausender, unter anderem den Mount Everest. Das titelgebende Fahrrad benötigt Billi Bierling nicht nur für sportliche Aktivität, sondern um schlichtweg im dichten Verkehr Kathmandus zügig die Expeditionen aufsuchen zu können, die einen "Expeditionsgipfel" besteigen wollen. Und so geht es in dem Buch nicht nur und schon gar nicht vorrangig um alpinistische Erfahrungen an den hohen Bergen der Welt als vielmehr um jene Menschen, die derartige Berge zum Ziel haben. Ein Buch über Alpinistinnen und Alpinisten, über ihre Jahre mit der Chronistin Liz Hawley, über ihre Erfahrungen mit den Sherpas, ohne deren Hilfe und Unterstützung praktisch kein Achttausender möglich wäre. Und letztlich ein Buch über Billi Bierlings Engagement zu Menschen, die Hilfe und humanitäre Unterstützung benötigen.
"Sie ist wohl eine der vielseitigsten Personen, die ich kenne", so Gerlinde Kaltenbrunner, ihres Zeichens die erste Frau, die alle Achttausender ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff bestieg. Sie schrieb das Vorwort zum Buch. Insofern erwartet den Leser eine abwechslungsreiche Reise nach Nepal und andere Länder der Welt, in denen Billi tätig war und ist, gespickt mit vielen tollen Farbfotos.
Randanekdote: die von Liz Hawley gegründete "Himalayan Database" wird - in den Anfangsjahren freilich noch nicht digital verfügbar - in diesem Jahr 60 Jahre alt, denn mit Norman Dyhrenfurths berühmter Everest-Expedition 1963 begannen die Recherchearbeiten von Liz Hawley, die ursprünglich "nur" als Journalistin in Nepal war.

   

Jungmeier, Gundi: "Berg- und Talgeschichten" nach oben!

Hardcover, 250 Seiten, ISBN 978-3-200-08926-6
Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Huber-Buch. Website der Autorin: https://www.jungmeier.or.at. Vertrieb über bergsteigerschule.at

"Schön, dass sich jemand noch für die alten Kamellen interessiert" sagte mir vor Jahren einmal Manfred Sturm, Himalaya-Urgestein und Teilnehmer an vielen Expeditionen. Und vor diesem Hintergrund habe ich mich im Vorfeld schon lange auf das Buch von Gundi Jungmeier zum Bergsteigertrio Adolf, Alois und Franz Huber gefreut. Die "Huberbuam" (nicht zu verwechseln mit Alexander und Thomas Huber) tauchen in so manchem Expeditionsbericht auf und war ich gespannt auf kurzweilige Anekdoten und interessante Expeditionsberichte. Franz Huber öffnete hierfür die Bilderarchive der "Buam" und Gundi Jungmeier brachte die vielen Geschichten in Textfform.
Teil 1 des Buches führt uns in die Jugendjahre der Hubers zurück, in die wilden Anfänge, in die Zeit der großen Alpentouren. Es sind die ausklingenden 50er und 60er Jahre. Hier wurden, z.B. an den Grandes Jorasses und in der Pallavicini-Rinne die alpinen Grundlagen gelegt.
Teil 2 ist mit knapp 130 Seiten der umfangreichste Teil: er entführt uns in die Epoche der vielen Expeditionen, die mit "Huber-Beteiligung" gelaufen sind: mehrfach Dhaulagiri-Gruppe, Hindukusch, Rakaposhi, Mount Everest, Alaska, Gauri-Sankar usw. - es sind mitunter bedeutende Expeditionen wie z.B. die Erstbesteigung des Dhaulagiri II (7751 m) im Jahr 1971 dabei und es macht riesigen Spaß, in literarischer Form auf Zeitreise zu gehen.
Der etwa 30-seitige Teil 3 zeigt, dass die Brüder vielseitig interessiert und engagiert waren und sind: Bergrettung, Erschließung neuer Ausflugsziele in der Heimat, Engagement im Bürgermeisteramt, Adi war als Bewährungshelfer tätig und und und - drei Leben voller Aktion, Adolf Huber verstarb jedoch 2015 in seiner zweiten Heimat Nepal.
Der vierte Buchteil bildet den Abschluss und stellt nebst Literaturverzeichnis auch weitere Familienmitglieder der Huber-Brüder vor.
Das Buch hat gehalten, was ich mir erhofft hatte: eine Fundgrube alpiner Geschichten, zumeist am Berg, mal auch im Tal. Absolute Leseempfehlung!

   

DAV, OeAv & AVS: "Berg 2023" nach oben!

Hardcover, 256 Seiten, ISBN 978-3-7022-4057-8
Preis: 20,90 €, DAV 2022, Vertrieb über den Tyrolia-Verlag. Leseproben hier.

Berg 2023: der 147. Band des "Alpenvereinsjahrbuches" ist erschienen! Und wieder wartet das jährlich erscheinende Werk ein weiteres Mal auf 256 Seiten mit Informationen, Portraits, Interviews, Trends, Berichten und freilich einer Vielzahl wunderschöner Bilder auf. Doch der Reihe nach:
Im Gebietsschwerpunkt
BergWelten widmet man sich in der aktuellen Ausgabe, wie schon im Vorjahr, einem markanten Einzelgipfel der Ostalpen, nämlich der Ötztaler Wildspitze: mit stolzen 3768 m steht sie dem Großglockner nur in dreißig Metern nach und ist nach ihm der zweithöchste Gipfel in Österreich. Grund genug, sich dem vergletscherten Riesen zu nähern: dem Berg selbst, ein historischer Blick auf das grandiose Panorama, ein Blick auf den auch hier allgegenwärtigen Gletscherschwund und Blicke über den Tellerrand hinaus. Bernd Ritschel, der den Berg sehr gut und schon lange kennt, bleibt der historische Rückblick zur Wildspitze vorbehalten.
Im BergFokus steht in der aktuellen Ausgabe das Mountainbike im Brennpunkt der Betrachtungen: ein unendliches Thema, heuer schon einige Jahrzehnte alt, wird vielschichtig aufgerollt und seitens der Biker, aber auch aus dem Blickwinkel der Wanderer diskuttiert. Nicht nur im Artikel "Wir müssen reden" wird rege und fleißig abgewägt: wieviel Rad, wo Rad, wann Rad? Spannend! Auch für mich als Wanderer, der in den Bergen nie mit dem Rad unterwegs ist. Highlight in BergMenschen sind für mich das Portrait von Walter Bind, Freund von Paul Preuss, und - eine völlig andere Generation - die ebenso spannende Vorstellung von Nirmal Purja, der sich mit der Wintererstbesteigung des K2 selbst ein Denkmal gesetzt hat und eine grandiose Serie vollendete.
BergSteigen erzählt, traditionell, über die Highlights des internationalen Alpinismus; Jochen Hemmleb berichtet über seinen persönlichen Pilgerweg zum Everest; Simon Messner geht es im "Weg durch den Fisch" steiler an und Stefan Kronebitter schreibt eine inbrünstige Hommage an das, was jeder Kletterer bei sich trägt: Kletterpatschen.
BergWissen widmet sich gleich einer ganzen Reihe kritischer bzw. wichtiger Themen: dem Abschmelzen der Gletscher, einem Projekt zur Auswilderung von Bartgeiern in den Alpen, der Alm- bzw. Alpwirtschaft, der Problematik der künstlichen Beschneiung (und den damit verbundenen Eingriffen in die Natur) und letztlich dem Sponsoring im Extremklettersport.
Wie immer beendet der Block
BergKultur den Jahrband: in Ausgabe 2023 begleiten wir die Künstlerin Clara Happ; fragen uns vor kulturellem Hintergrund, ob es "Schi" oder "Ski" heißen muss und erfahren - neben anderen Themen - was Albert Einstein und das Schneefernerhaus auf der Zugspitze gemeinsam haben.
Fazit: Auch der neue Band 2023 ist wieder vollgespickt mit interessanten und lesenswerten Fakten, Geschichten und Artikeln rund um den Bergsport und darüber hinaus.

   

Sänger, Dorothee & Gahr, Michael: "Wanderführer Köln - Bonn" nach oben!

broschiert, 240 Seiten, ISBN 978-3-7633-4594-6
Preis: 16,90 €, Rother-Verlag 2022.

Der Herbst ist da und mit ihm die wohl schönste Wanderjahreszeit mit seinen angenehmen Temperaturen. Der neue Rother-Wanderführer „Köln – Bonn“ widmet sich einer besonders reizvollen Region Westdeutschlands, nämlich dem weiträumigen Umland um die Dom-Metropole und der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Das Bergische Land im Osten Kölns, das Siebengebirge zwischen Köln und Bonn, das grüne Mittelgebirge der Eifel und natürlich der Rhein mit seinen Naturhighlights locken mit gemütlichen Spaziergängen und längeren Wanderungen, fast alle in der Schwierigkeit einfach bzw. mittel. Nur eine Wanderung im Bereich von Bad Neuenahr ist etwas anspruchsvoller. Auch Nebenflüsse wie Wupper und Sieg wollen erkundet werden. Insgesamt macht das Autorenpaar Dorothee Sänger und Michael Gahr 52 Vorschläge, wobei jeder Ausflug über einen kurzen Datensteckbrief, eine kleine farbige Karte mit Routenverlauf, einen Höhenprofil mit Gehzeiten und natürlich eine Wegbeschreibung verfügt, die auf markante Wegpunkte in der Karte verweist. Selbstverständlich dürfen auch schönes Bildmaterial, über 200 Bilder sind es, und – last but not least – gpx-Tracks nicht fehlen. Letztere Daten kann man sich online downloaden.
Wer sich nicht entscheiden kann: die Autoren empfehlen einige Touren im Besonderen, die im Buch als "Top-Tour" deklariert sind. Die Müngstener Brücke, die Wanderung auf den Petersberg und die Feste Zons gehören hier zu meinen Favoriten.

Das Büchlein selbst hat mit etwa 12 x 17 cm ein praktisches Hosentaschen- bzw. Rucksackformat und hat eine feuchtigkeitsabweisende Polytex-Laminierung. So steht dem nächsten Wochenendausflug nicht mehr im Wege, denn mit diesem Band und den dazugehörigen gpx-Tracks ist man analog und digital ausreichend gerüstet. Und im Zeitalter steigender Benzinpreise ist man froh, dass sich alle Touren auch mit dem ÖPNV gut erreichen und planen lassen. Viel Spaß, bei der Erkundung des Rheinlandes um Kölle & Bonn! 777

   

Luger, Kurt & Widerhofer, Rolf: "GUTER FRIEDE HIMMEL - Die vielen Leben des Rolf Widerhofer" nach oben!

gebunden, 274 Seiten, ISBN 978-3-200-08262-5
Preis: gegen freiwillige Spende, Eco Himal 2022.

Mich interessieren ja im Alpinliteraturbereich vor allem die wahren Geschichten der "Helden" der, wie sagte es so schön Wolfgang "Wolfi" Nairz, "wilden 70er Jahre", es dürften aber auch gerne die 60er und die 80er sein ;-) Hier gibt es freilich nicht nur die wenigen, dem breiten Publikum bekannten Akteure, sondern eben gerade auch eine ganze Reihe an hochinteressanten Persönlichkeiten, die ihr ganz persönliches wildes Leben auf und zwischen den höchsten Bergen der Welt gelebt haben. Einer von ihnen ist Rolf Widerhofer, heute 85 Jahre jung und seines Zeichens diplomierter und promovierter Ingenieur, aber doch vor allem begeisteter Bergsteiger und Naturmensch.

1964 gelang ihm, gemeinsam mit mit Hanns Schell, Rudolph Pischinger, Horst Schindlbacher und Leo Schlömmer, die Erstbesteigung des Momhil Sar, eines 7343 m hohen Bergriesen im Hispar Muztagh des Karakorum. Es ist bis dato die einzige Besteigung des Berges! Und es war Rolfs alpiner Lebenshöhepunkt. Natürlich war Rolf auch danach an den großen Bergen des Himalaya und Karakorum unterwegs, so zum Beispiel am Manaslu, im Hindukusch oder auch am Muztagh Ata. An letzterem 7509 m hohen Riesen im chinesischen Pamir lernte Rolf auch die dunklen Seiten bzw. Gefahren des Alpinismus so eindrücklich wie wohl sonst nie mehr kennen, als er einen Spaltensturz nur mit viel Glück überlebte und im letzten Moment gerettet werden konnte. Ja, Glück, das benötigt wohl jeder Abenteurer, ab und an!
Als "Günstling des Glücks" bezeichnet er sich selbst und das "Glück der frühen Geburt", wie es einmal Oswald "Bulle" Oelz sagte, ist ihm auch beschieden gewesen.

Das Buch nun, welches Rolf mit der Unterstützung von Kurt Luger, seines Zeichens Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für "Kulturelles Erbe und Tourismus" geschrieben hat, widmet sich seinem bewegten Leben. Der Titel ist ein Zitat, eine Widmung Herbert Tichys 1958 an ihn. Tichy war sein großes Vorbild, schon in Jugendjahren, und so titelt er sein Kapitel im Tichy-Buch "Das Leben als Reise" von 2012 (auch Kurt Luger schrieb hier ein Kapitel) mit jenem "Guter Friede des Himmels".
Rolf gibt sehr persönliche Einblicke in seine beeindruckende und hochabwechslungsreiche Vita: er gehört zu jener Sorte Mensch, die ständig einen Plan im Kopf haben, der verwirklicht werden möchte. So nimmt uns Rolf mit in seine Jugendjahre, wir lesen, wie ein erfahrener Alpinist erwächst, bekommen Einblicke in sein Privates, aber eben auch in sein Leben als technisch versierter Ingenieur, der noch Anfang der 90er Jahre im Khumbu-Himalaya einen Kraftwerksbau koordiniert und betreut hatte; das Kraftwerk ging dann auch 1995 ans Netz.

Sehr schön gelungen finde ich, dass auch viele Weggefährten von Rolf zu Wort kommen: Hanns Schell, Leo Schlömmer, Hermann Krüttner und andere kommentieren ihre Sicht auf und ihre Erlebnisse mit Rolf. Ein vielschichtiges Buch eines vielseitigen und vielschichtigen Menschen! Doch auch seine große Hundeliebe ist natürlich Teil seines Lebens und taucht im Buch auf: sein Begleiter Ninuk musste seinerzeit ebenfalls aus der Gletscherspalte am Muztagh Ata gerettet werden, starb Jahre später an Altersschwäche. In Form der Hündin Parvati kam eine neue, treue Begleiterin in sein Leben, doch auch sie musste 2020 über die Regenbogenbrücke gehen.

Oft rundet Bildmaterial ein Buch nochmals ab, hier ist es anders, mehr: die vielen Fotos dokumentieren Rolfs Leben, im Beruf wie im alpinen Tun, führen durch mehrere Jahrzehnte alpiner Geschichte. Die Bilder sind zentraler Bestandteil des äußerst gelungenen Buches, auf das ich mich schon lange gefreut hatte! Ein tolles Buch ist Dir da mit Kurt Luger gelungen. Alles Gute lieber Rolf nach Mutters!

   

Messner, Diane & Messner, Reinhold: "Sinnbilder" nach oben!

gebunden, 144 Seiten, ISBN 978-3-10-397169-9
Preis: 22,00 €, S.Fischer-Verlag 2022. Nähere Infos auf der Verlagsseite. Eine Leseprobe gibt es hier. Autorenwebsite: reinhold-messner.de

Reinhold Messners neuestes Buch ist eine Novität: das erste Buch, in dem auch seine Frau Diane, als Mitautorin aufgeführt wird. Das war bis dato nicht so und auch vorangegangene Partnerinnen des Apinisten traten nie als Mitautorin auf. Diane und Reinhold Messner lernten sich 2018 auf Schloss Juval kennen, später lieben. Und das diese Frau großen Einfluss auf den größten Abenteurer, auf das Multitalent Reinhold Messner hat, lässt sich rasch erahnen, wenn die Medien verfolgt werden und vor allem sein / ihr neues Buch "Sinnbilder" gelesen wird.

Messner wuchs bekannterweise in einfachen Verhältnissen auf, musste früh Verzicht üben - in der Jugend ein zwangsweiser Umstand, in späteren Jahren sein Markenzeichen bei Expeditionen: kleinere Teams, weniger Ausrüstung, weniger Träger. Später definiert Messner Verzicht noch vielfältiger: privater Verzicht, Abhängigkeitsverzicht - die Messners sind Selbstversorger, bis hin zum Verzicht auf eine komplett geheizte Wohnung. Gerade in diesen Monaten kann Messner hier, und ich meine das Gesamtbild als verzichtender Mensch, Vorbild für viele andere Menschen sein. "Verzicht ist eine Möglichkeit für ein gelingendes Leben", so Messner selbst. Nur so kann man lernen, den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu lenken. Nachhaltigkeit, global wie im Kleinen, und der Klimawandel sind Messner hier besonders wichtig

Offen und unverblümt erzählt Messner, wie er gemeinsam mit Diane dieses gelingende Leben gestaltet, was ihm Liebe bedeutet, wie er mit dem Alter zurecht kommt, welche Pläne er für die künftigen Jahre hat. Dabei ist natürlich auch Dianes Blick auf den weltweit bekannten Mann, den sie nun so persönlich kennt wie wenige Menschen, besonders interessant. Das Buch ist erfrischend zu lesen, kurzweilig, klar, logisch: viele kleine Episoden aus Messners Sicht, aus Dianes Sicht, natürlich mit vielen unveröffentlichtehn Bildern, zumal das Bildmaterial mitunter aus der gemeinsamen Zeit des Messner-Ehepaares stammt.

   

"Alpin 2023" nach oben!

Spiralbindung, 13 Bilder, ISBN 978-3-667-12291-9
Preis: 24,90 €, Delius Klasing-Verlag 2022. Website des ALPIN-Magazins: www.alpin.de. Eine Motiv-Vorschau ist auf https://www.delius-klasing.de/alpin-kalender-2023-12291 zu sehen.

Auch für das Jahr 2023 hat sich der Delius Klasing-Verlag in Kooperation mit der renommierten Bergzeitschrift „Alpin“ einen Bergkalender auf die Fahnen geschrieben. Wieder im Großformat (56,1 x 46,4 cm) liefern wieder prominente Berg- bzw. Landschaftsfotografen großartige Motive aus allen Bereichen der Alpen & außerhalb der Alpen. Und so abwechslungsreich Berglandschaften sind, so verschieden sind eben jene zwölf Motive, die man Monat für Monat präsentiert bekommt: ob das tiefverschneite Lechtal, ob der romantische Zupalsee im Virgental Osttirols, ob die Felsentürme des Latemar in Südtirol, ob sanfte und doch steile Wiesenhänge in den Allgäuer Bergen, ob hochalpine Szenen aus dem Wilden Kaiser und den Berner Alpen - es ist für jeden alpinen Geschmack etwas dabei (nicht zu vergessen das atemberaubende Motiv aus dem Hohen Atlas in Marokko).
Zu vier Tourenzielen (Schwarzer Kranz / Lechtal; Höferspitze und Gr. Widderstein (beide Allgäuer Alpen) und Eiger-Mittellegigrat (Berner Alpen) gibnt es hinten im Kalender weitere Infos und die dazugehörigen genauen Tourenbeschreibungen aus dem Magazin ALPIN.

Eines haben die Aufnahmen alle gemeinsam: man fühlt sich in die Szenerie mit einbezogen: ganz gleich, ob bei der Skihochtour, auf ausgesetzten Graten, an wilden Gewässerm, über grüne Wieseflanken steigend oder man einfach nur den Blick in die Weite schweifen lässt. Die Bilder zeigen nachhaltige Wirkung und so manches Mal wird man sich wünschen, der Monat hätte mehr Tage.
Ein sehr schöner Wandschmuck für alle, die die Berge lieben, sich nach den Bergen sehnen oder in den Bergen leben (dürfen).

   

"Sehnsuchtsort Wald 2023" nach oben!

Spiralbindung, 13 Bilder, ISBN 978-3-667-12317-6
Preis: 39,90 €, Delius Klasing-Verlag 2022. Eine Motiv-Vorschau ist auf https://www.delius-klasing.de/sehnsuchtsort-wald-2023-12317 zu sehen.

Die Wichtigkeit der Wälder sollte wohl den allermeisten Menschen klar sein: Wälder sind nicht für das globale Klima unverzichtbar wichtig, sondern auch als Rückzugs- und Aufenthaltsort für Tiere und für uns Menschen von größter Bedeutung, als Oase der Erholung, als Ort der Inspiration, als Ausgleich zur hektischen Alltagswelt. Wälder gibt es nun auch in beinahe allen Klimazonen, wenn man von den Eis- und Sandwüsten einmal absehen möchte. Doch das Gesicht dieser Wälder ist so vielfältig wie es eben die Klimazonen sind, in denen Wälder anzutreffen sind.
Und ebenso vielfältig präsentiert der Kalender "Sehnsuchtsort Wald" auch für das Jahr 2023: es ist eine Rundreise durch die faszinierensten Wälder Europas: Sonnenstrahlen, die durch verschneite Bäume strahlen, ein irischer Waldweg, der auch in Mittelerde zu finden sein könnte, Fichten zwischen den Felstürmen der Sächsischen Schweiz, herbstliche Szenen im britischen Dartmoor, Lorbeerwälder auf Madeira und viele wunderschöne Szenen mehr, die durch das Jahr leiten. So wird doch dem Betrachter hoffentlich und gewiss bewusst, dass es das Ökosystem Wald zu schützen gilt - denn (nur) das Original ist noch schöner als die wunderschönen Bilder des Kalenders.

Dank des zum Vorjahr nochmals vergrößerten Formates von nun 67,5 cm x 47,5 cm ist der Kalender ein unübersehbarer Wandschmuck mit einer unauffälligen Datumsleiste am unteren Bildrand. So steht das monatliche Motiv voll und ganz im Fokus des Betrachters.

   

Plöger, Sven & Schlenker, Rolf: "Die Alpen und wie sie unser Wetter beeinflussen" nach oben!

gebunden, 320 Seiten, ISBN 978-3-89029-560-2
Preis: 20,00 €, Malik-Verlag 2022. Website des Autors: http://meteo-ploeger.de

Meteorologe Sven Plöger dürfte wohl jedermann kennen: fundiert, sachlich, und doch auch kurzweilig-amüsant erläutert er den TV-Zuschauern regelmäßig den Wetterbericht und ist in zahlreichen Dokumentationen oder auch Talkshows rund um das Thema Wetter ein begehrter Fachmann.
Gemeinsam mit Wissenschaftsjournalist Rolf Schlenker stellt er uns das größte Gebirge Zentraleuropas und seine Rolle für das Wettergeschehen in Europa vor. Das der Umkehrschluss - der Einfluss mitteleuropäischer Wetterlagen auf die Alpen - auch gilt, zeigte leider sehr eindrucklich der gewaltige Gletscherabgang mit anschließender Mure (tagesschaumeldung) an der Marmolada in Südtirol Anfang Juli 2022.
In drei logisch aufeinander aufbauenden Kapiteln wird dem Leser zunächst auf etwa 110 Seiten das "Alpenwetter" mit seinen Eigenarten und Besonderheiten erklärt: Auslösefaktoren für Lawinen, Föhn, Staulagen, thermische Verhältnisse und vieles mehr werden dem Leser nahe gebracht. Eine gute Idee, dass hier (wie auch in den Folgekapiteln) an vielerlei Stellen Begriffe der Meteorologie (z.B. atmosphärische Lichterscheinungen, Luftdruck, Temperaturgradient, föhnig vs. Föhn usw.) unter der Überschrift "Wer es genauer wissen will" - separiert vom übrigen Text - vertieft wird.
Im zweiten Kapitel "Alpenklima" (rund 70 Seiten) wird der Bogen weiter gespannt: es geht über die Existenz der immerhin fünf Vegetationszonen, die in den Alpen auf einige tausend Höhenmeter verdichtet zu beobachten sind, die daraus resultierenden Ökosysteme und die damit verbundene Besiedlung bzw. touristische Erschließung sowie sich hieraus ergebende Probleme.
Das Kapitel 3 "Alpenklimawandel" schließlich zeigt die Konsequenzen und Folgen auf, die sich aus den klimatologischen Änderungen für das Alpenklima ergeben; mit jenen Folgen, die das wiederrum für die Ökosysteme in den Alpen, aber eben auch weit jenseits der Alpengrenzen hat.
Großartig, dass Sven Plöger sein umfassendes Wissen in diesem Buch genauso kurzweilig und interessant an den Leser bringen kann, wie in zahllosen TV-Auftritten an den Zuschauer. Auch Biologen, Bodenkundler, Glaziologen und Fachleute anderer Bereiche kommen zu Wort und runden das Gesamtbild ab. Schön auch, dass Webquellen per QR-Code direkt mit dem Smartphone abrufbar sind, wenn man mag.
Ich kann mich letztlich nur Reinhold Messner anschließen, der über das Buch sagt: "Sven Plöger gibt Einblicke, für die ich dankbar bin."

   

Schwabe, Gerald: "Panoramawege und Aussichtsberge Allgäu" nach oben!

broschiert, 160 Seiten, ISBN 978-3-7633-3165-9
Preis: 16,90 €, Rother-Verlag 2022.

Das Allgäu ist einer der beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen und wahrscheinlich die Nr. 1, wenn es in den Süden der Republik geht. Kein Wunder, denn das Allgäu bietet so vielerlei unterschiedliche Landschaften, dass hier jeder auf seine Kosten kommt (wenn man es nicht gerade auf Gletschertouren abgesehen hat). Egal ob man gerne über grüne Wiesen flaniert, sich lieber im felsigen Terrain aufhält oder es einen an die zahlreichen fließenden Gewässer zieht. Gerald Schwabe ist seines Zeichens - wie auch ich ;-) - ein langjähriger Allgäukenner und hat sich im vorliegenden Band den Aussichtslogen verschrieben: sei es nun der aussichtsreiche Einzelgipfel oder der panoramaträchtige Höhenweg, von denen es im Allgäu eine ganze Menge gibt: tolle Ausblicke in die Landschaft und die umliegenden Gipfel sind garantiert.
Selbstverständlich findet man bei der Tourenauslese Klassiker, die jeder Allgäu-Urlauber kennen dürfte wie die Überschreitung der Nagelfluhkette, den Hohen Ifen & Widderstein im Kleinwalsertal, das Fellhorn bei Oberstdorf, den Grünten oberhalb von Sonthofen, den Saalfelder Höhenweg usw. Aber auch nicht ganz so bekannte, aber nicht minder lohnende Touren sind dabei, so der Hochrappenkopf oberhalb der Rappenseehütte, der Wiedemer Kopf am Hochvogel, die Rote Spitze im Tannheimer Tal oder der Zirmgrat zwischen Pfronten und Füssen - hier findet gewiss jeder Bergwanderer "sein" Ziel.

In gewohnter "Rother-Manier" werden alle 40 Wegbeschreibungen von einer kleinen, farbigen Karte, einem Steckbrief mit allen wichtigen Infos, einem Höhenprofil und freilich wunderschönen Fotos begleitet. Die Routen stehen zudem im Internet als gpx-Dateien für den Download bereit. So kann man (fast) auf die Wanderkarte verzichten ;-) Mit den guten, treffenden Beschreibungen von Gerald Schwabe ist man bestens gerüstet & informiert, wenn es eine der gemachten Tourenvorschläge sein soll. Dann braucht es nur noch gutes Wetter...

   

Habeler, Peter & Czerny, Marlies: "Mein nächster Berg" nach oben!

gebunden, 216 Seiten, ISBN 978-3-7112-0039-6
Preis: 22,00 €, Bergwelten-Buch 2022.

Wer kennt Peter Habeler nicht? Er gehört zur allerersten Alpinistengarde der 70er und 80er-Jahre und sein langjähriger Seilgefährte und Freund Reinhold Messner nennt ihn nicht weniger als genial: Habeler ist ein riesiges Allround-Talent: schwierigste Klassiker in den Alpen, Felsklettern in den Big Walls im Yosemite Valley / Kalifornien, Eisklettern in den Anden (1969 Erstbesteigung der Yerupaja-Ostwand) und natürlich bahnbrechende Achttausenderbesteigungen: u.a. 1975 mit Messner als erstes Zweierteam auf einen Achtausender, den Hidden Peak im Karakorum und drei Jahre später, ebenfalls mit Messner, die bahnbrechende, erste Besteigung des Mount Everest ohne Flaschensauerstoff.

Dies sind nur einige Stationen in Habelers Leben, die Marlies Czerny (hier die Rezension ihres Erstwerkes "4000er Leben" aus 2019) erzählerisch beleuchtet und dabei wichtige Weggefährten Habelers einbaut bzw. zu Wort kommen lässt, die ihn begleitet, ihn gefördert, ihn mit auf Expedition und Kletter-Abenteuer genommen haben: große Namen wie Hias Rebitsch (1911-1990), Sepp Mayerl (1937-2012), Reinhold Messner, Horst Fankhauser oder der 2019 viel zu früh verstorbene David Lama (dessen Talent Peter entdeckte und mit ihm anlässlich seines 75. Geburtstages durch die Heckmair-Führe der Eiger-Nordwand kletterte) kommen beispielsweise zu Wort.
Die zehn Geschichten des Buches nehmen uns mit durch eine unbeschreibliche Bergsteiger- und Abenteurer-Vita und stellen uns einen sehr symphatischen Menschen vor, der glücklich zurückschauend auf sein bisheriges Leben blickt und bescheiden feststellt: "Die Quintessenz meines Lebens ist, dass ich immer die besten Leute kennenlernen durfte." Doch Peter Habeler, dem das Schlusswort im Buch gehört, hat freilich auch noch viele Ideen und Pläne für die Zukunft. Peter Habeler feiert am 22. Juli 2022 seinen 80. Geburtstag: mögen ihm noch viele "nächste Berge" gelingen.
Letztlich ist das reich bebilderte Buch nicht nur kurzweilig zu lesen (kein Wunder bei diesem Lebenslauf), sondern macht auch optisch wie haptisch einen sehr guten Eindruck.

   

Würtl, Mössmer & Larcher: "Sicher am Berg: Klettersteig" nach oben!

Taschenbuch, 122 Seiten, ISBN 978-3-7022-4003-5
Preis: 14,90 €, OEAV, Vertrieb über den Tyrolia-Verlag 2022. Eine Leseprobe gibt es hier.

Klettersteige: für viele Bergliebhaber eine ideale Spielart im Alpinismus, wenn der Höhenweg zu einfach und die alpine Klettertour zu schwierig ist: die sogenannten "Eisenwege" gibt es schon sehr lange und erfreuen sich doch auch aktuell wieder wachsender Beliebtheit. Nicht nur wegen des hohen Naturgenusses, den man hier erfahren kann, sondern sicher auch aus der Tatsache heraus, dass man sich, entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt, auch als Alleingeher adäquat sichern kann, was auf einer Hochtour deutlich schwieriger ist.

Neben dem Einstieg "Faszination Klettersteig" bekommt der Leser vor allem in den Kapiteln "Die Klettersteiganlage", "Ausrüstung" und "Planung" alle wichtigen Kenntnisse an die Hand gegeben, die es braucht, um sich korrekt gesichert und selbstständig in einer Klettersteiganlage bewegen zu können. Hierzu gehören natürlich auch Wissen zur Schwierigkeitskeitsbewertung (denn hier gibt es enorme Unterschiede), Klettersteig- und Absicherungstypen, Gebrauch eines Klettersteigsets, Einschätzung des Wetters (und entsprechende Reaktion bei Wetterumschwung), Klettertaktik, Klettertechnik u.v.m.

Mit Hilfe dieser Lektüre, wie alle Bände der Reihe "Sicher am Berg" sehr anschaulich illustriert & verständlich erklärt, und der entsprechenden Ausrüstung kann man dann auch an die Planung des ersten Klettersteiges gehen - es muss ja nicht gleich "molto difficile" sein ;-) Der leitfaden zum sicheren Begehen von Eisenwegen liegt nun schon in der 5. Auflage vor.

 

   

Larcher, Mössmer, Fritz: "Sicher am Berg: Hochtouren" nach oben!

Taschenbuch, 298 Seiten, ISBN 978-3-7022-4005-9
Preis: 31,90 €, OEAV, Vertrieb über den Tyrolia-Verlag 2022. Eine Leseprobe gibt es hier.

Wer die Berge liebt und die ersten Erfahrungen unter Umständen als Wanderer gesammelt hat, möchte sicher irgendwann höher hinaus: der erste 3000er, der erste 4000er oder andere Gründe mögen es sein, dass man sich weit oberhalb der Vegetationsgrenze aufhält und wohlmöglich fernab von ausgetretenen Wegen unterwegs ist. "Hochtour" heißt das Zauberwort, dem dann viele Bergliebhaber verfallen. Doch gut gerüstet & vorbereitet möchte sein, wer sich auf Gletschern und im Fels aufhält und fortbewegt. Objektive Gefahren wie Spalten, Wetterstürze, schwierige Orientierung im Gelände, Steinschlaggefahr usw. wollen abgeschätzt werden, um sich vernünftig auf diese Gefahren vorbereiten zu können bzw. ihnen möglichst nicht zu begegnen
Alleine schon aufgrund der großen Höhen, in denen man unterwegs ist, fallen die Kapitel "Ausrüstung" und "Orientierung und Wetter" deutlich ausführlicher aus, als im Band "Bergwandern" der Reihe "Sicher am Berg". In den folgenden Kapiteln "Tourenplanung", "Bewegen in Fels und Eis", "Seiltechnik" und "Notfall" bekommt man fachlich fundiert und verständlich zu lesen alle wichtigen Grundlagen vermittelt, die berücksichtigt bzw. gewusst sein wollen, möchte man gut vorbereitet auf Hochtour. Ist das Kapitel "Notfall" im Idealfall nur ein Crashkurs für Wissen, welches man ohnehin haben sollte, sollten die im Kapitel "Seiltechnik" - welches nicht ohne Grund knapp 100 Seiten fasst - vermittelten Grundlagen dringend unter fachkundiger Begleitung, idealerweise im OEAV oder DAV, geübt werden. Die schönste Tour wird zum nervlichen Stress, wenn man nicht routiniert und sicher unterwegs ist!

Letztlich ist das Buch eine Wissensfundgrube nicht nur für den Hochtoureneinsteiger, sondern auch für den bereits erfahrenen Hochtourengeher. Auf knapp 300 Seiten bekommt man komprimiert & reich bebildert bzw. illustriert alles Wichtige, was wichtig ist. Nun in der aktuellen 3. Auflage 2022!

   

Larcher, Mössmer, Wanner & Habernig: "Sicher am Berg: Bergwandern" nach oben!

Taschenbuch, 228 Seiten, ISBN 978-3-7022-4000-4
Preis: 29,90 €, OEAV, Vertrieb über den Tyrolia-Verlag 2022. Eine Leseprobe gibt es hier.

Bergwandern ist en vogue: immer mehr Menschen schätzen diese naturnahe Möglichkeit, Stress abzubauen, die Natur zu erleben, sich körperlich erleben zu können. Doch damit einher gehend gehen auch die Einsätze der Bergwacht nach oben: oft genug ist unzureichende Ausrüstung, eine falsche Einschätzung der Tour-Anforderungen, eine falsche Eigeneinschätzung oder schlichtweg eine schlechte Tourenplanung Grund für einen Ernstfall im Gebirge. Es reicht nicht, an den Bergen Freude zu haben und sich "einfach" auf den Weg zu machen!
Eine adäquate Vorbereitung wird dem Bergwanderer mit dieser Lehrschrift denkbar einfach gemacht, vermittelt sie doch sehr anschaulich, interessant & kurzweilig zu lesen alles Wichtige, was man wissen und dabeihaben sollte: es geht um Gesundheit, Orientierung im Gebirge (eine Karte "funktioniert" auch, wenn man mal keinen GPS-Empfang hat), Wetter (wie gut, wenn man unterwegs selber den Wetterbericht vom Vortag mit einem Blick zum Himmel updaten kann), Ausrüstung, Tourenplanung & Tour (z.B. "wie steige ich sicher in weglosem Gelände?"), Besonderes bei Touren mit Kindern und letztlich die beiden wichtigen Punkte "Notfall" (vom Notruf bishin zu Erster Hilfe) und natürlich last but not least "Natur", denn dieser möchten wir doch mit Respekt begegnen.

Mit diesem reich bebildertem Ratgeber sind Sie sicher auf der nächsten Bergfahrt gerüstet, in Theorie und allem Wichtigen für die praktische Umsetzung am Berg. Und nicht zuletzt können Sie vielleicht so auch dem ein oder anderen Bergliebhaber hilfreiche Tipps mit auf den weiteren Auf- oder Abstiegsweg geben. Der Ratgeber für die wahrscheinlich größte Anhängerschaft am Berg, den Bergwanderern, liegt nun in einer aktualisierten und auf den neuesten Stand gebrachten 2. Auflage vor.

   

Seitlinger, Gabriel: "Osttirol Summits" nach oben!

broschiert, 192 Seiten, ISBN 978-3-7025-1054-1
Preis: 24,00 €, pustet-Verlag 2022. Eine Leseprobe gibt es hier.

Osttirol strotzt geradezu vor lohnenden Gipfelzielen, viele davon jenseits der magischen 3000m-Marke, alle (im Buch vorgestellten Ziele) oberhalb der 2000m-Grenze. Wie auswählen? Der Geograph Gabriel Seitlinger hat eine originelle Idee gefunden, eine sehr schöne Auswahl zu treffen: 33 Gemeinden gibt es in Osttirol. Warum nicht den jeweils höchsten Gipfel in der jeweiligen Gemeinde als Tourziel nehmen und vorstellen? So finden bekannte Ziele, aber auch weniger bekannte Berge Eingang in ein optisch sehr schön gestaltetes Buch. So zum Beispiel die Leibnitzer Rotspitze (die aber immerhin vom großen Luudwig Purtscheller erstbestiegen wurde) ode die immerhin rund 2800 m hohe Kreuzkuppe. Zur Hochprominenz unter den Zielen gehören der Großglockner, der Großvenediger, die Rötspitze, der Hochschober und andere Gipfel.
Doch die Gipfelauswahl ist es nicht alleine, die originell ist, denn alle Gipfel werden (konsequenterweise) von eben jener Gemeinde angegangen, in der sie die höchsten Erhebungen darstellen. Das bedeutet zwangsweise, dass man nicht immer den Normalweg gehen kann, möchte man den Routen von Gabriel Seitlinger folgen. Hieraus resultieren einige auch anspruchsvolle Touren.

Nach einem einleitenden Teil mit Hinweisen zum Buchgebrauch und zu den gemachten Schwierigkeitsangaben folgen die nach Gebirgsgruppen kapitelweise abgetrennten Touren: zu jeder Tour sind die Besonderheiten & Anfordernisse aufgeführt, es werden Tipps unterbreitet und benachbarte "Osttirol Summits" genannt, es gibt eine farbige Übersichtskarte, freilich eine gute Beschreibung (bei der man - positiv anmerkend - merkt, dass sie von einem Geographen geschrieben wird) und nicht zu guter Letzt eindrucksvolles Bildmaterial, welches Lust auf den ein oder anderen Summit macht. Es ist nicht einfach, aus dem Meer an Wanderführern herauszuragen; Gabrile Seitlinger ist dies jedoch auf originelle Art und Weise geglückt.

   

McDonald, Bernadette: "Winter 8000" nach oben!

gebunden, 320 Seiten, ISBN 978-3-03913-030-6
Preis: 37,00 €, AS-Verlag 2022.

Ein Blick auf das Cover verheißt Gutes: "Bernadette McDonald" - "Winter" - "8000" - endlich ist es soweit! Im Januar 2021 wurde der K2 als letzter Achttausender erstmals im Winter bezwungen. In einer Jahreszeit, in der höllische Stürme, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, riesige Schneemengen und wenig Tageslicht eine Besteigung nochmals deutlich schwieriger gestalten, als sie ohnehin schon ist. Hier wird der Mensch an seine äußerste Belastungsgrenze gebracht: mental und körperlich!
In den 80er Jahren wurden bis auf den Makalu alle nepalesischen 8000er im Winter erstbestiegen, dann sollte es bis 2005 dauern, bis ein weiterer Gipfel erstbestiegen werden konnte, denn die Wetterbedingungen im Karakorum sind mit weitaus größerer Unsicherheit behaftet als jene in Nepal liegenden Gipfel. Als 2016 der Nanga Parbat "fiel" blieb nur noch der K2... - bis 2021.
Die mehrfach prämierte Alpinhistorikerin Bernadettte McDonald beleuchtet nicht nur den Weg bis zur ersten erfolgreichen Expedition, sondern blickt auch auf die Charaktere und Persönlichkeiten, die hier zum Erfolg kamen: großen Namen wie Krysztof Wielicki, Jerzy Kukuczka, Maciej Berbeka, Arturt Hajzer, Adam Bielecki (ja richtig, alles Polen), Simone Moro, Denis Urubko und andere sowie deren Einflussfeld werden beleuchtet und es wird klar, was diese Alpinisten antreibt, sich diesen absolut menschenfeindlichen Bedingungen unter hohem Risiko auszusetzen. Denn jeder weiß: bei einem Unfall wird man von niemandem vom Berg geholt. Im jahrzehntelangen Kampf um die Wintererstbesteigungen gab es auch Opfer, doch auch starke Persönlichkeiten wie die Südtirolerin Tamara Lunger, die 2016 bei der Wintererstbesteigung schlimmeren Schaden abwendete, als sie wegen gesundheitlicher Probleme rund hundert Meter unterhalb des Gipfels umdrehte.
Wieder ein faszinierendes Alpinwerk von Bernadette McDonald und eine wertvolle Ergänzung literarischer alpiner Publikationen, die sich in ihre Werke wie "Die Kunst der Freiheit" (Biographie von Voytek Kurtyka), "Klettern für Freiheit" (widmet sich den poln. Spitzenalpinisten) oder "Der Weg zur Spitze" (zum slowenischen Alpinismus; alle erschienen im AS-Verlag) hervorragend einreiht.

   

Glowacz, Stefan & Hans, Philipp: "The Wallride" nach oben!

Klappbroschur, 152 Seiten, ISBN 978-3-667-12240-7
Preis: 29,90 €, Delius-Klasing-Verlag 2021. Autorenwebsites: www.glowacz.de und www.hansbrueder.com/philipp

"Du musst Dir das Glück erarbeiten, das ist meine Überzeugung. Du kannst Dich nicht aufs Sofa setzen und darauf warten. Das Leben ist ein Auf und Ab wie die Wallride-Tour. Dazu gehört es auch, Niederlagen zu akzeptieren - und danach wieder aufzustehen." - mit diesem Zitat Stefans leitet das Autoren- und Abenteurer-Duo ein. Sehr richtig! Und sicher gilt dieser Grundsatz im Großen wie im Kleinen. Stefan Glowacz Leben ist geprägt von sportlichen Highlights, da waren die Erfolge beim "Rockmaster" in Arco nur der Anfang, dessen erster Gewinner er war. In den Jahrzehnten später war er in den wildesten Ecken der Erde unterwegs: in Kanada, Gröndland, der Antarktis, in Patagonien, Venezuela usw. Kein Wunder, dass auch Kletterer Philipp Hans von Glowacz beeindruckt war und sich freute, als er mit Stefan auf Expedition gehen konnte. Das war 2018 in Grönland...

2021: nächste Expedition! In die Alpen! Auch hier geht Abenteuer! Wie? Ganz "einfach": 2500 Kilometer legen die beiden Akteure "by fair means", sprich mit dem Mountainbike und eigener Muskelkraft quer durch die Alpen zurück, um dann in Italien, Frankreich und der Schweiz jeweils eine Erstbegehung zu planen: Achja: 50:000 Höhenmeter müssen bei der ganzen Aktion bewältigt werden: ein gewaltiges Ausdauerpaket für Physis UND Geist. Erstbegehungen an der Croda Bianca in Italien und am Pic de Bure in Frankreich gelingen tatsächlich, doch die Nordwand des Wetterhorns in den Berner Alpen schüttelt sie mehrfach ab. Aber wie sagte Stefan: Niederlagen akzeptieren - und danach wieder aufstehen. Richtig, denn der lange Rückweg zum Starnberger See mit dem Rad fehlt noch und ist abermals eine psychische Challenge. Und glaubt nur nicht, die beiden Herren nutzen hierzu die Hauptstraßen ;-)

Mit ehrlichen, authentischen Worten, vielen grandiosen Fotos und Interviews vor und nach der Gewalttour ist das Buch eine faszinierende Dokumentation dieser ungewöhnlichen "Wallride", vollgepackt mit Emotionen, faszinierenden Impressionen, Erfolgen und auch Rückschlägen. Eine sehr kurzweilige Lektüre und der Beweis, dass echtes Abenteuer auch in den heimischen Alpen geht! Einfach nur cool und pure Inspiration!

 

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