| Der Ausgangspunkt Birgsau
liegt inmitten des triassischen Hauptdolomites. Durch Stillachtal Richtung
Einödsbach wandernd bleibt man innerhalb dieser Karbonate, bis man
schließlich beim weiteren Aufstieg zur Rappenseehütte in jurassische
Allgäuer Schichten (Lias bis mittl. Dogger) wechselt, die man bis zum
Erreichen der Hütte quert. Erst oberhalb der Hütte gelangt man
wieder in den Hauptdolomit, aus dem auch der Gipfelaufbau des Hohen Lichts
besteht. Auf dem weiteren Wegverlauf verlässt man diesen nicht und auch die Mädelegabelgruppe besteht aus triassischem Hauptdolomit. Diese Gruppe stellt die sogenannte Allgäuer Hauptkamm-Schuppe dar, die als tiefste Schuppe der Lechtal-Decke angesehen werden kann (Oberostalpin). Kurz vor der Mädelegabelgruppe, an der sogenannten Bockkarscharte hat man Gelegenheit zum Abstieg zum Waltenberger Haus. Der Hauptdolomit ist hier auf die Allgäuer Schichten aufgeschoben und die Hütte selber liegt bereits auf Allgäuer Schichten. Im übrigen führen diese nicht selten Ammoniten. Beim Abstieg vom Waltenberger Haus nach Einödsbach quert man im sogenannten Bacherloch wieder verschiedene Glieder der Allgäu-Schichten, bis kurz vor Einödsbach wieder Hauptdolomit erreicht wird, der sich in die Schafalpenköpfe des Mindelheimer Klettersteiges fortsetzt. Am Fuß der Mädelegabel befindet sich der Schwarzmilzferner, dessen End- und Seitenmoränenreste noch zu erkennen sind. Sie lassen auf einen Rückzug des Ferners von mehreren 10er-Metern seit 1920 schließen. Im Hauptdolomit zeigen sich Gletscherschrammen. Nach dem Ferner steigt man in die "Schwarze Milz" ab. Sie stellt ein Halbfenster dar, dessen höhere Allgäuer Schichten 2,5 km tief in den flach aufgeschobenen Hauptdolomit der Lechtal-Decke eingreifen. Die Namensgebung rührt von dunklen oberliassischen Manganschiefern her. Den aus Hauptdolomit bestehenden Kratzer auf der Südseite umrundend erreicht man schließlich die Kemptner Hütte, die in einem gestuften Kar liegt. Der Abstiegt von der Kemptner Hütte zur Spielmannsau führt durch stark gefaltete Allgäuer Schichten. Oberhalb der Brücke, über die man den Sperrbachtobel überwindet, schneidet der Tobel einen Sattel aus Kössener Schichten, Rät- und Lias-Kalken und unteren Allgäu-Schichten. Die Spielmannsau selber liegt dann wieder im Bereich von Hauptdolomiten und Kössener Schichten. Abschließend noch einige Profile, die den geologischen Bau der wichtigsten Gipfel des Heilbronner Weges zeigen: |
|
Zeichenerklärungen:
Alle Profile aus Dieter Richter "Allgäuer Alpen", Sammlung geologischer Führer, Bd.77. |
Profilschnitt
durch das Hohe Licht (2652m) und die Peischelspitze.
|
|
|
|
|
|
Profilschnitt
durch die Mädelegabelgruppe.
|
||
|
|
||
|
Profilschnitt
durch den Kratzer.
|
||