"Rund um den Fühlinger See" am 16. September 2001:
Am
16. September 2001 lief ich zum zweiten Mal beim Fühlinger Halbmarathon
im Norden Kölns mit. 1998 war dies mein erster Halbmarathon überhaupt,
damals drei Wochen vor meinem ersten Marathon - seinerzeit in Köln.
Nun klappte es wieder, wenn auch unter, aus persönlicher Sicht, widrigen
Bedingungen: nach längerer Verletzungspause im vergangenen Winter und teilweise
recht langen Laufpausen im
Frühjahr aufgrund meiner inzwischen abgegebenen Diplomarbeit war mein Trainingszustand
alles andere als optimal und die Kilos, die ich seit dem letzten Winter zugelegt
habe, wollten aufgrunddessen auch nicht so recht weichen.
Die "äußeren" Bedingungen hingegen waren optimal: wie immer herrscht eine schöne Stimmung, die Leute des Teams der LLG Nordpark, die den Lauf nunmehr schon zum 13.ten Mal ausrichten, waren alle freundlich und das Wetter: ja das war mit bewölktem Himmel (aber eben kein Regen) und frischen Temperaturen nahezu ideal. Der Halbmarathon sollte für mich noch einmal ein Test sein, bevor es zwei Wochen später in Berlin über die doppelte Strecke gehen sollte. Topzeiten waren diese Saison so oder so nicht mehr drin: in Berlin wollte ich zumindest Richtung 3:50 h vorstossen, und hier in Fühlingen wollte ich doch allerwenigstens unter 1:50 h bleiben. Das wäre weit weg von meiner derzeitigen (10/2001) Bestzeit von gut 1:37 h und sogar langsamer als bei meinem ersten Halbmarathon (Fühlingen ´98 in 1:48 h), aber viel mehr würde halt nicht drin sein!
Nachdem ich
mich warm gelaufen habe und die Muskeln gedehnt sind, geht es recht pünktlich
um 10:40 Uhr los: knapp 800 LäuferInnen machen sich auf den 21,1 km langen
Kurs rund um den Fühlinger See: drei Runden, einmal etwa 10 und zweimal
gut 5 Kilometer, sind zu
bewältigen.
Nachdem mein letzter Halbmarathon-Wettkampf knapp ein Jahr zurück liegt,
versuche ich vorsichtig, mein Tempo zu finden. Allerdings habe ich bald ein
Opfer gefunden: eine junge Frau, die "mein" Tempo läuft - etwa
fünf Minuten pro Kilometer. Schneller geht´s heute eh nicht. Also
dran geblieben! Ich fühle mich gut und merke, dass ich das Tempo zumindest
eine ganze Weile laufen kann. Hin und wieder überhole ich einen älteren
Mann, der zu jemand anderem meint, er wolle 1:30 h laufen - naja mit einem 5min/km
- Schnitt wird das schwierig!
Nach etwa zehn
Kilometern ist die erste großeRunde geschafft und kurz vor Ende dieser
Runde setze ich mich von meiner "Pacemakerin" ab - ich versuche es
etwas schneller und habe schnell wieder Anschluss gefunden - ein junger Mann,
mit dem ich mich etwas unterhalte und gut voran komme. Der km-Schnitt sinkt
unter 5 Minuten. Allerdings ist mein Partner dann irgendwann doch schneller
als ich und kann noch zusetzen. Bei Kilometer 17 oder 18 setzt er sich langsam
einige Meter ab.
Die letzten Kilometer kann ich nochmal sehr schnell laufen und habe auf den
letzten beiden Kilometern sicher einen Schnitt von 4:30 Minuten. Dann aber auch
ziemlich leer gepumpt erreiche ich nach 1:44:10 h das Ziel und bin echt zufrieden
- mit einer Zeit unter 1:45 h habe ich bei meiner derzeit vergleichsweisen schlechten
Kondition nicht gerechnet. Prima!
Als Erinnerung an den Lauf kann ich meine Startnummer gegen ein Kölschglas
tauschen, eine schöne Idee von der LLG, bei der ich mich im übrigen
dafür bedanken möchte, dass ich ihre Bilder vom Lauf hier zeigen darf,
die ich mir von der Homepage
der LLG heruntergeladen habe. Aufgrund der kühlen Witterung verlasse
ich dann auch das Gelände, fahre zufrieden zurück nach Hürth
und freue mich auf meinen Spatz, die heute abend nach zweichwöchigem Kreta-Urlaub
wieder nach Hause kommt.