Strahleneinsatz in der Medizin:
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"Ein
Knochenbruch? - Nach dem Röntgen wissen wir mehr!"
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Sicherlich
bist du auch schon einmal geröntgt worden oder du hast Freunde, die dir
davon berichten können. Röntgenstrahlen werden in der Medizin oft
zur Diagnose eingesetzt. Ein Beispiel dafür ist die Untersuchung von Knochenbrüchen.
Bei der Diagnostik wird das zu untersuchende Körperteil eines Menschen
durchstrahlt. Nach dem Austritt der Strahlen aus dem Körper, lässt
man sie auf einen Fluoreszenzschirm (z.B. Zinksulfid) treffen, der dann aufleuchtet.
Die Röntgenstrahlen selbst sind für Menschen nicht sichtbar.
Schematischer
Aufbau einer medizinischen Röntgenapparatur. Bildquelle: www.lrst.rwth-aachen.de
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Da
Röntgenstrahlen von verschiedenen Stoffen verschieden stark absorbiert
werden, entstehen auf dem Schirm, einem Monitor oder einem Film Bilder vom Innern
des Körpers. Organe mit größerer Strahlenabsorption (z.B. Knochen,
Herz) führen zu hellen Stellen, solche mit geringerer Strahlenabsorption
(z.B. Lungengewebe) zu dunkleren Stellen. Die Abbildung zeigt das Röntgenbild
eines Brustkorbes.
< Röntgenaufnahme
des Brustbereichs. Bildquelle: www.internetmedicin.se
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"Warum wir beim Röntgen von der Röntgenschwester
verlassen werden."
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Anders als in obiger Abbildung werden beim Röntgen gewisser Körperteile andere Körperteile mit einer Bleischürze abgedeckt und die Röntgenschwester verlässt den Raum. Aber warum? Schließlich tun Röntgenstrahlen doch nicht weh! Oder doch?
Die Anwendung der Röntgenstrahlen in der medizinischen Diagnostik
führt zu einer Strahlenexposition des Menschen. Sie ist von der Art und
dem Umfang der durchgeführten Untersuchung abhängig. Es gibt zwar
Orientierungswerte, im individuellen Fall können aber erhebliche Abweichungen
auftreten. Das beruht auf der sehr großen Variabilität der Einzeldosis
bei jeder Untersuchung, die vom untersuchenden Arzt, der speziellen medizinischen
Situation, der genutzten Technik, der Bestrahlungsfeldgröße und der
Zahl der Aufnahmen je Untersuchung und noch weiteren Faktoren abhängt.
Die mittlere effektive Jahresdosis pro Einwohner in Deutschland durch die Röntgendiagnostik
beträgt 2,0 mSv. Die durch die Röntgendiagnostik bewirkte effektive
Jahresdosis ist in anderen Industrieländern zum Teil wesentlich geringer;
sie beträgt in Großbritannien 0,33 mSv, in den USA 0,5 mSv und in
der Schweiz 1 mSv.

In einem gewissen Rahmen sind Röntgenstrahlen für
den Menschen also tragbar. Schließlich sind wir tagtäglich einer
natürlichen Strahlenbelastung ausgesetzt (kosmische Strahlung, d.h. Strahlung
aus dem Weltall, terrestrische Strahlung, d.h. Strahlung aus Stoffen, die in
der Umwelt vorhanden sind, körperinnere Strahlung, d.h. Strahlung, die
durch Nahrungsaufnahme ins Körperinnere gelangt ist usw.)
Verstärkte oder gar überflüssige Strahlungseinwirkungen sollten
aber vermieden werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Insbesondere schwangere
Frauen sollten auf Röntgenuntersuchungen verzichten, um den Fötus
nicht zu gefährden. So z.B. müssen Frauen vor Röntgenuntersuchungen
stets eine Erklärung unterschreiben, in der sie versichern, dass sie nicht
schwanger sind, wodurch der Arzt die Verantwortung für mögliche Folgeschäden
eines Ungeborenen abgibt.
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"Röntgenstrahlen
in der Therapie - Strahlenschäden können auch heilen!"
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In der Therapie werden Röntgenstrahlen eingesetzt, um z.B. die Zellen bösartiger Tumore zu bestrahlen und dadurch abzutöten. Die Dosis wird dabei so hoch gewählt, dass die kranken Zellen abgetötet werden. Die Energiedosis im Zielgewebe ist sehr viel höher als bei der Diagnostik und beträgt bis zu 60 Gy. Damit bei einem tieferliegenden Tumor nur der Krankheitsherd und nicht das umgebende Gewebe geschädigt wird, werden mehrere aufeinanderfolgende Bestrahlungen aus unterschiedlichen Richtungen vorgenommen. Dadurch wird der Krankheitsherd mehrfach, das übrige Gewebe aber nur einmalig bestrahlt. Im Krankheitsherd addiert sich die Strahlenwirkung. Denselben Effekt kann man auch dadurch erreichen, dass die Strahlenquelle um den Patienten pendelt, wodurch die Strahlung auf den Krankheitsherd dauernd, auf das andere Gewebe aber nur eine sehr viel kürzere Zeit einwirkt.
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"Isotope auf Wanderschaft"
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Radioaktive Stoffe lassen sich noch in winzigen Mengen aufspüren.
Sie "verraten" sich durch die von ihnen ausgehende Strahlung. Diese
Eigenschaft radioaktiver Isotope und die Tatsache, dass sie sich vor dem Zerfall
chemisch nicht von ihren "nichtstrahlenden" Verwandten unterscheiden,
benutzt man in der Medizin, um Atome zu markieren.
So verwendet man z.B. radioaktives Iod-131 zur Untersuchung von Schilddrüsenerkrankungen.
Nimmt der Mensch mit der Nahrung Iod auf, dann wird dies - je nach dem Funktionszustand
der Schilddrüse - bis zu 90% von der Schilddrüse aufgenommen. Injiziert
man nun einem Patienten Iod-131 in der Form eines Iodsalzes, so lässt sich
sein Weg durch den Körper mit einem Zählrohr verfolgen. Aus der Zeit,
die das Iod-131 braucht, um in die Schilddrüse zu gelangen und der Menge,
die dort eingelagert wird, kann der Arzt Rückschlüsse auf die Funktion
des Organs ziehen.
Mit einer noch empfindlicheren Messapparatur (sog. Szintillationszähler)
kann man zusätzlich noch so etwas wie eine "Landkarte" der Schilddrüse
gewinnen. Man tastet mit dem Zähler die zu untersuchende Körperpartie
zeilenweise ab, während ein Schreibgerät die gemessene Strahlungsintensität
registriert. Auf dem Szintigramm lassen sich z.B. krankhafte Organveränderungen
erkennen.
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"Weiterführende Links"
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http://www.meb.uni-bonn.de/radiologie/Patienteninformation/Roentgen_Gefahr.html
http://home.dgn.de/wlorenz/EigeneDateien/schutz.htm
http://www.strahlentherapie.uni-bonn.de/strahlen_info.htm