Simone Moro

Simone Moro

Bildquelle: www.k2news.com

Simone Moro, geboren 1967, staatlich geprüfter Bergführer, begann im Alter von 13 mit dem Klettern.

G E D A N K E N . . . . .
„....auch wenn die Motivationen vielfältig und persönlich sind, meine Art die Berge zu leben ist gleich wie die vieler anderer Menschen. Ein Junge der seine Leidenschaft nicht zu seinem Lebensziel wählt, sondern diese als Mittel nimmt, das Leben zu entdecken und es zu lieben. Berge zu erklimmen bedeutet andere Kulturen zu entdecken, deren Völker kennen zu lernen, aber auch mit deren Problemen konfrontiert zu werden. Diese Leidenschaft ist auch Mittel seine eigenen Grenzen zu erkunden; körperliche, psychische und technische Grenzen, die man aber mit Willen, Training und Motivation überbrücken kann. Im Grunde sind es die gleichen Dinge, die Menschen auch im Alltag motivieren, um sich im Arbeitsbereich wie auch im Sozialen oder Privaten, mit dem Partner zu verbessern.
Menschen werden also von den gleichen Anreizen getrieben, egal in welchem Bereich; wäre es also nicht an der Zeit uns Bergsteiger nicht mehr als Verrückte einzustufen....?“

Webseite: www.simonemoro.com

Gipfelbuch (Auszug):

1980 Hier beginnt sein alpinistischer Werdegang
85-92 Athlet der Nationalmannschaft FASI. In den Jahren 1987/89 mehr als 30 Routen im Bereich 8a und 8b+
1992 Oktober: Everest 8848m, bis 7400m
Zum Trainer der italienischen Sportkletterer-Nationalmannschaft ernannt.
1993 25 Juli: Cerro Mirador (Südamerika, 6089m), neue Route in der Nordwand, Winterbegehung
13 August: Aconcagua (6962m), in nur 13 Stunden. Versuch auch an der Südwand, hier aber nur bis 6200m wegen Lawinen.
Oktober: Makalu 8463m, im Alleingang bis 8300m über die Kukuczka-Route
1994 September: Shisha Pangma bis auf 7400m
11 Oktober: Lhotse, schneller Aufstieg ab 6300m in 17 Stunden! Abbruch wenige Meter unterhalb des Gipfels, da Schlechtwetter und große Wächten den weiteren Aufstieg zu gefährlich gemacht hätten.
Klettereien in Italien bis 8b.
1995 April: Kangchenjunga, wegen Schlechtwetter nur bis auf 7600m
1996 1. Februar: Fitz Roy, Auf- und Abstieg in 25 Stunden über die Super-Canaletta (alpiner Stil)
Mai: Dhaulagiri 8167m, bis auf 7200m, Schlechtwetter.
11 Oktober: Shisha Pangma-Südgipfel (8008m) in 27 Stunden, Skiabfahrt ab 7100 Meter
1997 Januar: Eisklettern, Schwierigkeit bis M8
27. Mai: Lhotse, gemeinsam mit Anatoli Boukreev
Dezember: Versuch an der Annapurna-Südwand. In einer Lawine auf 6300m verunglückt Anatoli Boukreev dabei tödlich.
1998 Oktober: Everest über den Nordgrat bis 8200m, dann Umkehr wegen Schlechtwetter.
1999 Juli - August: Pik Lenin (7134m), Pik Korjenevska (7105m), Pik Kommunismus (7495m), Pik Khan Tengri (7010m) - 4 Siebentausender in 33 Tagen! Dies ist erst das zweite Mal in der Alpingeschichte, dass dieser „Marathon“ durchgeführt wurde.
2000 Mai: Everest, am 24 Mai auf dem Gipfel. 5 Tage ohne zusätzlichen Sauerstoff auf über 8000 m!
2001 6. März: der erste “westliche” Alpinist der eine Winterbegehung im Tien Shan am Marble Wall (6400m), im alpinen Stil, ohne Akklimatisierung und in nur 2 Tagen durchführt.
Am 21. Mai rettet er, ohne zusätzlichen Sauerstoff, nachts und auf über 8000m Höhe am Lhotse einen englischen Bergsteiger. Er erhält dafür den Sowles Award in Salt Lake City, USA.
2002 9. Mai: Aufstieg zum Cho Oyu in 10 Std.30 min.
24. Mai: Everest-Gipfel zum 2. Mal, Aufstieg über die Nordflanke, Abstieg in nur 4,30 Std.
Versuche an Broad Peak und K2
Reise ins Yosemite Valley - USA
25. Dezember: Mount Vinson (4897m)
2003 Hochschulabschluß an der Sportuniversität mit Höchstnote. Dissertation: Der Alpinismus in extremen Höhen.
Erhält die Pierre de Cubertin Trophy von der UNESCO und die goldene Tapferkeitsmedaille vom Präsident der Italienischen Republik Ciampi und von der Region Lombardei.
24. April: Aufstieg zum Kilimanjaro (5895m)
22. Juni: neue Route am Nanga Parbat. Die Route, die in etwa 7000m Höhe in die Kinshofer-Route mündet, ist 2100m lang. Auf 7400 Metern muss Moro jedoch aufgeben, während sein Seilgefährte Jean-Christophe Lafaille gemeinsam mit Ed Viesturs, der zufällig ebenfalls zum Gipfel steigt, den höchsten Punkt erreicht.
15. Juli: Broad Peak (8047m) in 29 Std.
25. September: Elbrus (5642m) in 3Std. 40 Min.
2004 Shisha Pangma: Winterbegehung der Südwand. Wintererstbegehung der Südwand und der Route Figueras. Gipfel jedoch nicht erreicht, sondern 300 Meter unterhalb abgebrochen.
Der Seilschaft Simone Moro, Denis Urubko und Bruno Tassi ist am Baruntse (7129m) eine spektakuläre Erstbegehung gelungen: als erste Menschen durchstiegen sie die Nordwand des Baruntse und erreichten den 7066m hohen Nordgipfel des Baruntse, auch Khali Himal genannt. Die Erstbegeher, die am 4. Mai nach 2550m Kletterei und 4 Biwaks den Gipfel erreichten, schätzten die Schwierigkeiten als "very, very difficult" ein - in Zahlen ausgedrückt M6+ und V+ / VI mit zwischen 70° und 90° steilem Eis. Als Hommage an den unlängst verstorbenen Weltklasse-Alpinisten Patrick Berhault tauften sie die Route auf den Namen "Ciao Patrick".
Ende Mai versuchen sich Simone Moro und Denis Urubko an der Annapurna: um 1:20 Uhr nachts (!) des 30. Mai erreicht Denis den Gipfel, während Simone den Gipfelaufstieg wegen eines rebellierenden Magens abbrechen muss.
 

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