Breitenberg - 1893m

Kurzportrait

Zur Geologie des Breitenberges: das Massiv des Breitenberges besteht aus triassischem Hauptdolomit. Im Herbst 1964 kam es am Breitenberg zu einem großen Bergsturz, der unter Mitnahme umfangreicher Wald- und Felsabbruchflächen einen großen Teil des am linken Ostrachufer befindlichen Wiesenlandes verschüttete und auch heute noch die Morphologie prägt.

Samstag, der 17. August 1991:

Wegen des etwas zweifelhaften Wetters unternahm ich keine Tour zum Großen Daumen, sondern nahm mir den Breitenberg als Ziel vor. Paps brachte mich mit dem Auto nach Bruck und ließ mich am Kraftwerk, das kurz hinter den Häusern liegt, raus. Um 8:15 startete ich Richtung Häbelesgund.

Rotspitze

Die erste halbe Stunde wandere ich gemütlich und nur leicht ansteigend durch die frische Morgenluft. Nach einer Drei- viertelstunde biege ich links ab, nun steiler ansteigend (siehe hierzu auch meine Tour auf die Rotspitze) und erreiche um 9:35 Uhr das Hochtal des Häbelesgundes.

Nach einer kurzen Pause mache ich mich gleich auf den Weiterweg Richtung Breitenberg. Ich lasse die Rotspitze zu meiner Rechten liegen und steige durch weite Latschenfelder mit meist nur mäßiger Steigung allmählich höher. In weitem Bogen erreiche ich schließlich den Gipfelkamm und bin wenig später oben. Es ist 10:40 Uhr.

Die Rotspitze (re.) und der Gr. Daumen (li. hinten) von den Westhängen des Breitenberg aus gesehen.

Ich genieße einen wundervollen Tiefblick hinab ins Ostrachtal nach Hindelang und Bad Oberdorf. Auf der anderen Talseite der Hirschberg und Spieser, weiter nach Osten die Iselergruppe und schließlich die Gipfelwelt der Hintersteiner Berge. Weiter südlich ist sogar der Hochvogel, dann der Große Daumen und natürlich die nahe Pyramide der Rotspitze zu sehen.

Der Gipfel

Blick vom Gipfel ins Ostrachtal nach Hindelang. Auf der anderen Talseite der Grünten (li.) und die Berge um das Wertacher Hörnle. Links der Grünten.

Auch auf dem Gipfel sitzt man umringt von grünen Latschen- kiefern, die dem ganzen noch etwas uriges Ambiente verleihen. Na ja, dieses gemütliche Ambiente geht dann wieder dabei drauf, wenn man den lauten Gruppen zuhören muss, die teilweise den Gipfel stürmen. Also setze ich mich zu meiner verdienten Rast etwas abseits und kann dann auch vollends die Gipfelluft genießen. Nach 75 Minuten trete ich den Abstieg an.

Zunächst geht es etwas steiler, aber dennoch völlig unschwierig durch grobes Blockwerk bergab. Schon nach kurzer Zeit wird der Weg flacher und angenehmer zu gehen. Durch wunderschöne Wiesenmatten steige ich weiter ab, ständig den prachtvollen Blick auf die Hintersteiner Berge und den wildzerfurchten Pfannenhölzer genießend. Um 12:40 bin ich an der Oberen Älpe-Alpe, raste kurz und steige dann weiter zur Unteren Älpe-Alpe ab.

Älpe-Alpe

Schließlich, laut Karte befinde ich mich auf etwa 1250m Höhe, führt der Weg in den Wald, das Panorama schwindet. Auf breitem Weg geht es weiter gen Tal, das ich um 13:45 Uhr südlich von Hinterstein erreiche. Noch einige Minuten, und ich bin in Hinterstein angekommen. Ich fühle mich noch nicht allzu müde, so dass ich die restlichen Kilometer bis Hindelang zu Fuß zurücklege. Kurz nach 15 Uhr ist die Tour beendet.

Die Älpe-Alpe mit Blick auf Iseler, Bschiesser & Ponten.

 

 

 

 

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