Felix Kuen-Gedächtnisexpedition 1975
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Bild: Offizielle Expeditions-Grußkarte mit den Unterschriften der Teilnehmer.
Die
Teilnehmer:
Karl
Maria Herrligkoffer (Leiter), Christa und Manfred
Sturm (München), Helmut Böhme (München), Kurt Pokos (Österreich),
Michl
Anderl (Herrligkoffers Stellvertreter), Hubert
Hillmaier, "Amadeus"
Henke, Willi
Klimek, Margret
Schnaidt (alle Garmisch-Partenkirchen), Wulf
Trotter (Farchant), Thomas Gruhl, Erich
Scharrer (Traunstein), Erwin
Beyerlein, Dieter Schoodt, Siegfried Siebauer (alle Schwaben), Hias Gradnitzer,
Otto
Umlauft (beide Österreich), Hans
Mautner, Roland
Descloux (Schweiz), Georg
Hofmann (Kameramann aus Finsterwald am Tegernsee), Klaus
Schoenwald (Exp.-arzt aus Marktoberdorf im Allgäu), H. Baudrexl sowie Ina Merk (München).
Verbindungsoffizier ist Sarbaz
Khan aus Gilgit.
Zum
Gedenken:
Felix
Kuen bildete mit Peter Scholz bei der Expedition 1970 die zweite Gipfelseilschaft.
Ihnen gelang einen Tag nach den Brüdern Messner die zweite Durchsteigung
der Rupalwand am Nanga Parbat. 1974 nahm er sich das Leben.
Die
Expedition:
Mit einer großen Mannschaft geht Herrligkoffer den Nanga Parbat an, da einerseits der Gipfel über den Toni Kinshofer-Weg (nicht zu verwechseln mit der Kinshofer-Route von 1962 auf der Diamirseite; vergleiche hierzu auch die Vorderseite der Grußkarte - dazu bitte mit der Maus über das Kartenmotiv oben fahren) erreicht, andererseits aber auch der Ostpfeiler erkundet werden soll. Allerdings zieht sich der Anmarsch aufgrund des China-Konfliktes (die Gruppe darf deswegen den Karakorum Highway nicht nutzen) hin, so dass es vom Aufbruch in München (6. Mai) bis ins Basislager 24 Tag braucht: am 30. Mai ist man am Berg.
Bereits am ersten Klettertag (Achtung: in Herrligkoffers "Mein Weg in den Himalaya", Seite 239 sowie in Höflers "Karl Maria Herrligkoffer", Seite 214 wird als erster Klettertag der 1. Juli genannt, es dürfte aber der 1. Juni gemeint sein) am Berg erkunden Hillmaier, Gruhl und Klimek den bereits aus der Vorerkundung von 1963 bekannten Weg ins Lager I. Ein andere Gruppe stieg am Ostpfeiler auf. In den kommenden Wochen wurden die Lager I bis IV (7450 m) errichtet. Doch das andauernd schlechte Wetter erlaubte keinen Gipfelaufstieg - Hillmaier und Beyerlein erreichten mit 7550 m die höchste Höhe. Auch die Bergsteiger am Ostpfeiler hatten mit dem Schlechtwetter und dem vielen Neuschnee ihre Mühe und konnten nur bis etwa 6500 m aufsteigen (Spitzengruppe hire waren Gradnitzer und Mautner).
Trotz Schlechtwetter gelang Christa und Manfred Sturm sowie
Margret Schnaidt und Thomas Gruhl die Erstbesteigung des 6310 m hohen
Toshe Peak.